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Wirtschaft

Grüner Testmarkt

Die 68. Internationale Grüne Woche in Berlin ist eröffnet. Für die EU-Beitrittskandidaten ist die Messe eine Chance, ihre landwirtschaftlichen Produkte zu testen.

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Zum Anbeißen: Russische Bauersfrauen werben für ihre Leckereien

Auf der einzigartigen Schau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau präsentieren Aussteller von allen Kontinenten landestypische Produkte. Die Messe Berlin, so Geschäftsführer Christian Göke, erwartet wie in den Vorjahren dichtes Gedränge und gute Umsätze.

Auf einer Fläche von 114.000 Quadratmetern haben 1596 Aussteller aus 55 Ländern ihre Stände aufgebaut. 250 messebegleitende Konferenzen und zahlreiche Sonderschauen stehen bis zum 26. Januar zusätzlich auf dem Programm. Auch in diesem Jahr werden auf der weltweit größten Agrarmesse wieder bis zu 450.000 Besucher erwartet.

Schwerpunkt "Angeln"

Grüne Woche Meisje vor Brandenburger Tor

Die Holländerin Madleen Driessen ist als Meisje verkleidet, während sie am Donnerstag, 16. Januar 2003, als Käsebotschafterin ihres Landes mit Riesenklompen (Holzschuhen) vor dem Brandenburger Tor in Berlin posiert. Mit der Aktion will Holland auf seinen Ausstellungsstand auf der Grünen Woche hinweisen

Themenschwerpunkte sind "Der gedeckte Tisch" mit Porzellan- und Dekorationsvorschlägen und "Angeln". Immerhin besitzen allein in Deutschland 1,5 Millionen Menschen einen Fischereischein und so soll die Bedeutung des Angelns in den Bereichen Urlaub, Naturschutz, Konsum und Sport verdeutlicht werden.

Auch für die Fachbesucher gibt es in diesem Jahr einen neuen Blickpunkt. Messe-Geschäftsführer Göke geht davon aus, dass der agrarpolitische Dialog sich vor allem um jene ausstellenden Länder drehen wird, die ab Mai 2004 der Europäischen Union als gleichberechtigte Handelspartner beitreten werden. "Die EU-Beitrittskandidaten nutzen gerade in diesem Jahr die Grüne Woche als einen Testmarkt, als ein echtes politisches Forum, auf dem automatisch natürlich in diesem Jahr auch die EU-Osterweiterung das Hauptthema werden wird", so Göke.

Im großen Rahmen präsentiert sich die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft. Thema ist die ländliche Vielfalt in Deutschland - von den Halligen Nordfrieslands bis hin zum "Milch- und Urlaubsland Allgäu" in Bayern. Die schöne Präsentation kann freilich die Probleme der Branche nicht völlig verbergen. Die Konjunkturflaute hat auch die Landwirtschaft nicht verschont, die Bauern mussten im vergangenen Jahr zweistellige Einkommensverluste hinnehmen und kommen im Schnitt nur noch auf ein Jahreseinkommen pro Familienarbeitskraft von 22.000 Euro.

Landwirtschaft zum Anfassen

Landwirtschaft zum Anfassen bietet auf 4000 Quadratmetern ein Erlebnisbauernhof. Hier sind Schweine und Milchkühe zu sehen, aber auch Hightech-Mähdrescher. Besucher können sich mit nachwachsenden Rohstoffen ihr eigenes Haushaltsschmieröl mischen und sich über den Einsatz von Biodiesel informieren. Verstärkt sollen auf der Grünen Woche in diesem Jahr auch Kinder und Jugendliche angesprochen werden. In einer Jugend-Eventhalle, so erläutert Margret Büning-Fesel für die Verantwortlichen, gibt es unter dem Motto "Wie kommt die Milch in die Tüte?" ein großes Unterhaltungsprogramm.

Inhaltlich stehe in dieser Sonderschau die Ernährungsaufklärung von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt, erläutert Frau Büning-Fesel. "Wir wollen Themen vermitteln wie Lebensmittelsicherheit, Lebensmittelqualität, gesunde Ernährung und Verbraucherschutz, natürlich in Form von verschiedenen, sehr spannenden und interessanten Aktivitäten."

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