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Afghanistan

Grüne Tarn-Uniformen für Afghanistans Wüsten-Armee

Jahrelang haben die US-Streitkräfte die afghanische Armee mit völlig untauglichen Uniformen versorgt. Statt Kleidung in Wüstenfarben zu verwenden, lieferten die USA gut sichtbare grüne Tarnanzüge.

Als teuren Fehleinkauf hat eine US-Kontrollbehörde die Anschaffung von Uniformen für die afghanische Armee angeprangert. Die vermeintlichen Tarnfarben würden in der Landschaft am Hindukusch die Soldaten womöglich besonders gut sichtbar machen. Der US-Generalinspekteur für den Wiederaufbau von Afghanistan bemängelte, dass die Muster der vom Pentagon angeschafften Uniformen die Formen und Farben von Wäldern abbildeten, obwohl Wälder nur 2,1 Prozent von Afghanistans totaler Landfläche bedeckten.

Nach Angaben von Generalinspekteur John Sopko hatten Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums die Muster im Jahr 2007 dem damaligen afghanischen Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak gezeigt. Dieser sei angetan gewesen. Daraufhin seien 1,36 Millionen der dunkelgrünen Uniformen und 88.000 zusätzliche Hosen bei einer Privatfirma gekauft worden.

"Im Namen der Mode"

Die Kosten lagen laut Sopko um 40 Prozent höher als bei anderen Uniformen mit Tarnmustern, da die Herstellerfirma die Lizenzrechte an dem Muster gehabt habe. Dadurch seien unnötige Mehrausgaben von 28 Millionen Dollar entstanden. "Im Namen der Mode" seien diese Steuergelder verschwendet worden - "weil der Verteidigungsminister dachte, das Muster war hübsch", schimpfte der Generalinspekteur im Interview mit der Zeitung "USA Today". Das Pentagon kündigte an, in Zukunft Alternativen zu prüfen.

cgn/fab (afp, dpa)

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