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Aktuell Asien

Gründer der Moon-Sekte ist tot

San Myung Mun ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Mit seiner "Vereinigungskirche" und einem Firmenimperium wurde er zum Milliardär.

Er war der wohl bekannteste Koreaner der Welt. Seine Massenhochzeiten, bei denen er per Satellit tausenden Paaren in aller Welt gleichzeitig den Segen gab, machten ihn und seine nach ihm benannte Sekte bekannt. Nun ist San Myung Mun (auch bekannt als Sun Myung Moon) im Alter von 92 Jahren in seiner Heimat Südkorea gestorben.

Erfolgreich auch in Westen

Der selbst ernannte Messias hatte die "Vereinigungskirche", wie sich die Moon-Sekte selbst nennt, im Mai 1954 gegründet. Er schickte Missionare nach Japan, Westeuropa und in die USA und konnte hunderttausende, meist junge Menschen von seinen Lehren einer Wiederherstellung des Himmels auf Erden überzeugen.

Mun verfügte auch über einen ausgeprägten Geschäftssinn und wurde mit einem Firmenimperium mit Zeitungen, Schulen, Hotels und Autofabriken sowie dank seiner ergebenen Gefolgschaft zum Milliardär. Inzwischen führen längst seine Kinder seine Organisation.

"Retter der Menschheit"?

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Gründer der Moon-Sekte gestorben

In den vergangenen Jahren war es ruhig geworden um den "Retter der Menschheit", den "Wahren Vater", wie er sich nennen ließ. Die Moon-Sekte verlor in den USA und Westuropa stark an Mitgliedern. Kritiker hielten Mun vor, er strebe die Weltherrschaft an. Außerdem wurde der Sekte vorgeworfen, sie isoliere Mitglieder in religiösen Zentren.

In Deutschland war ihm und seiner Frau deshalb lange die Einreise untersagt. Erst 2007 wurde das Verbot aufgehoben.

det/wa (afp, dapd, dpa)

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