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Amerika

Größte Airline Lateinamerikas entsteht

Noch fehlt die Zustimmung der Kartellbehörden, doch die beiden lateinamerikanischen Fluglinien LAN und TAM planen einen Zusammenschluss. Mit der Fusion der Konzerne entsteht die größte Fluggesellschaft Südamerikas.

Teil der Flotte der LAN-Airline auf dem Rollfeld (Foto: AP)

Erfolgreiches Unternehmen in Lateinamerika: LAN-Airlines in Chile

Die Fusion der chilenischen Fluglinie LAN und der brasilianischen Gesellschaft TAM hängt noch von dem Einverständnis der Wettbewerbsbehörden und der Anteilseigner ab. Ein bindender Vertrag solle jedoch innerhalb von drei Monaten unterschrieben werden, erklärte der Chef von LAN, Enrique Cueto am Freitag (14.08.2010). Er erwartet durch die Fusion Synergien mit Einsparungen in der Größenordnung von 400 Million US-Dollar jährlich. "Wir haben kritische Zeiten", sagte LAN-Chef Cueto, der auch Leiter der neuen Holding werden soll mit Blick auf die vielen Billiganbieter und hohen Kosten. Weltweit schlössen sich Fluggesellschaften zusammen und auch für die Branche in Lateinamerika sei die Zeit dafür reif.

Flugzeug der TAM-Airline (Foto: dpa)

In die roten Zahlen gerutscht: Die brasilianische Airline TAM

Neuer Markenname

Das neue Unternehmen soll unter dem Namen "Latam Airlines" geführt werden. In beiden Ländern sollen aber auch die Markennamen LAN und TAM erhalten bleiben. Brasiliens führende Airline TAM, Partner der Lufthansa in der Star Alliance, wurde 1961 als kleines Frachtunternehmen gegründet und im Laufe der Jahre zu einer großen Fluggesellschaft aufgebaut. Die Airline, die hauptsächliche Ziele in Europa anfliegt, war jedoch in den vergangenen Monaten in die roten Zahlen gerutscht.

Veto aus Brasilien?

Der chilenische Konkurrent LAN, Mitglied der Lufthansa-Allianz Oneworld, ist seit Jahren bereits führend auf dem lateinamerikanischen Markt. Nach dem Zusammenschluss beider Unternehmen wird mit einem Jahresumsatz von 8,5 Milliarden Dollar gerechnet. Die Fusion wollen beide Unternehmen durch einen reinen Aktientransfer vollziehen. Es könnte jedoch politischen Widerspruch geben. Denn laut brasilianischem Gesetz dürfen Ausländer nicht mehr als 20 Prozent einer heimischen Fluggesellschaft kaufen. Sollte die Konzernhochzeit jedoch wie geplant über die Bühne gehen, wären die Chilenen im Besitz von 73 Prozent an TAM. Bisher jedoch hat sich Brasiliens Präsident Lula da Silva nicht zu den Plänen geäußert.

Autorin: Stephanie Gebert (afp, rtr)

Redaktion: Oliver Pieper

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