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Amerika

Gouverneurin Palin räumt ihren Posten

Die frühere US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat überraschend ihren Rücktritt als Gouverneurin von Alaska angekündigt. Über ihre Zukunftspläne äußerte sich die Republikanerin nur vage.

Sarah Palin (Foto: AP)

Sarah Palin: Was hat sie vor?

Sie werde das Amt Ende des Monats an ihren bisherigen Stellvertreter Sean Parnell übergeben, kündigte Palin in ihrem Heimatort Wasilla an. "Ich bin entschlossen, den richtigen Weg für Alaska einzuschlagen, auch wenn er unkonventionell und nicht so bequem ist", sagte die 45-Jährige. Es sei "Zeit, den Ball für den Sieg abzuspielen". Sie werde sich künftig außerhalb der Regierung für einen positiven Wandel einsetzen. Einzelheiten nannte sie nicht.

Die außerhalb von Alaska zunächst weitgehend unbekannte Gouverneurin war weltweit bekannt geworden, als sie der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain im August vergangenen Jahres zu seiner Kandidatin für die Vizepräsidentschaft ernannte.

Im Wahlkampf war ihr immer wieder vorgehalten worden, keine Erfahrungen in der nationalen Politik und wenig Ahnung von Außenpolitik zu haben. Bei der Wahl Anfang November musste sich das Team McCain/Palin schließlich den Demokraten Barack Obama und Joe Biden geschlagen geben.

Präsidentschaftskandidatur 2012?

John McCain und Sarah Palin (Foto: AP)

2008: Palin mit dem damaligen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, John McCain

Politische Beobachter äußerten die Vermutung, Palin wolle sich mit ihrem Rücktritt möglicherweise freie Hand verschaffen, um sich auf eine Präsidentschaftskandidatur der Republikaner 2012 vorzubereiten. Die Politikerin gilt im republikanischen Lager trotz der Wahlniederlage im vergangenen November als überaus populär. Als weitere Möglichkeit wurde genannt, das sie sich bei Wahlen im kommenden Jahr um einen Sitz im US-Senat bewerben könnte. Allerdings hieß es auch, Palin könnte einen hoch bezahlten Job in der Privatwirtschaft übernehmen.

Palin ist eine äußerst umstrittene Politikerin. Für heftige Diskussionen in den USA sorgte vor allem die konservative Haltung der fünffachen Mutter bei gesellschaftspolitischen Themen wie Abtreibung oder Sex vor der Ehe.

Unmittelbar vor der US-Präsidentschaftswahl hatte ein Untersuchungsausschuss Palin von dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs freigesprochen. An der Spitze der Regierung des nördlichsten US-Bundesstaates stand sie seit 2006. (wa/la/dpa/afp/rtr/ap)

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