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Aktuell Afrika

Gouverneur von Aden stirbt bei Anschlag

Der Jemen befindet sich seit Monaten im Bürgerkrieg. Terroranschläge sind an der Tagesordnung. Jetzt traf es den Gouverneur der Hafenstadt Aden. Dort hält sich Präsident Hadi auf.

Wie örtliche Behördenvertreter und Augenzeugen übereinstimmend berichten, wurde Dschaafar Saad in Aden bei dem Anschlag auf seinen Fahrzeugkonvoi getötet. Auch mehrere Leibwächter Saads starben, als eine Bombe das Auto des Politikers zeriss. Die IS-Terrormiliz erklärte, sie habe das Attentat verübt.

Im Jemen kämpfen seit September 2014 die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die Huthi-Rebellen und deren Verbündete, die dem langjährigen Ex-Machthaber Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Außerdem sind Mitglieder des Terrornetzwerkes Al-Kaida im Jemen aktiv.

Nachdem die aufständischen Huthi zusammen mit ihren Verbündeten im März auf die Küstenstadt Aden vorgerückt waren, floh Staatschef Hadi nach Saudi-Arabien und bat das Königreich um Hilfe. Riad griff daraufhin an der Spitze einer arabischen Militärallianz mit Luftangriffen in den Konflikt ein. Nach der Entsendung von Bodentruppen wurden die Huthi-Rebellen im Sommer aus Aden vertrieben, doch kontrollieren sie weiter die Hauptstadt Sanaa.

Erfolgsmeldungen und Rückschläge

Noch vor wenigen Tagen hatten regierungstreue Kräfte im Jemen Erfolgsmeldungen verbreitet. Sie hätten im Süden des Landes Kämpfer des Terrornetzwerks Al-Kaida aus der zweitgrößten Stadt der Provinz Abjan, Dschaar, vertrieben.

Die Truppen planten, auch die Provinzhauptstadt Sindschibar von Al-Kaida-Kämpfern zu befreien. Beide Orte liegen rund 75 Kilometer östlich der Hafenstadt Aden, in der sich Präsident Hadi seit einigen Wochen aufhält und wo jetzt Gouverneur Saad bei einem Anschlag getötet wurde.

Die UN stehen als Vermittler bereit

Die Vereinten Nationen bemühen sich um eine politische Lösung des seit Monaten anhaltenden Konflikts zwischen Hadi und den Huthi. Der Präsident erklärte, er sei bereit zu neuen Gesprächen, die nach Angaben saudiarabischer Medien am 15. Dezember wieder aufgenommen werden sollen, vermutlich in Genf in der Schweiz. Vorangegangene Versuche, unter UN-Vermittlung eine politische Lösung zu erzielen, scheiterten angesichts anhaltender Kämpfe.

haz/fab (afp, rtr, ap)