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Kultur

Gotthard-Route wieder frei

Knapp zwei Monate nach der Brandkatastrophe im Gotthard-Tunnel haben Autofahrer auf der wichtigen Nord-Süd-Route wieder freie Fahrt.

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Die rote Ampel im Gotthard-Tunnel ist nicht mehr an.

Pünktlich zum Winterurlaub rollten am späten Freitagnachmittag (21. Dezember 2001) wieder die ersten Personenwagen durch den Tunnel. Der Gotthard-Tunnel war seit dem schweren Unfall vom 24. Oktober geschlossen. Dabei waren zwei Lastwagen frontal zusammengeprallt und die Ladung aus Reifen und Kunststoff in Brand geraten. Elf Menschen starben in dem Inferno.

Umleitungen mit Staus und Unfällen

Der Schwerverkehr wurde mühsam über die San-Bernardino-Route umgeleitet, wo es mehrmals zu Unfällen und kilometerlangen Staus kam. Erst als dort Beschränkungen für Lastwagen eingeführt wurden, entspannte sich die Lage etwas. Auch die Verladekapazität der Züge war deutlich erhöht worden. Die Tessiner Tourismusbranche verzeichnete durch die Tunnelsperre einen Rückgang.

Die Feuerwehrleute des Kantons Tessin, die bei dem Unglück im Gotthard im Einsatz waren, forderten am Freitag die Installation von automatischen Löschsystemen im Tunnel. Bei den Brandkatastrophen im Montblanc-, Tauern- und Gotthard- Tunnel sei es für die Retter jeweils unmöglich gewesen, bis zum Brandherd vorzurücken.

Künftig weniger LKW durch den Tunnel

Vom Samstag an können auch Lastwagen durch die zweispurige Röhre fahren - allerdings nur im Zwei-Stunden-Takt in je eine Richtung. Sie werden mit einem Mindestabstand von 150 Metern abwechselnd von Norden oder von Süden aus hineingelassen. Dafür wurden in Quinto und in Amsteg so genannte Dosierungsstellen mit Warteräumen eingerichtet, wie das Verkehrsministerium mitteilte.

Sind die Dosierungsräume voll, werden in Stans und Schwyz weitere vorgelagerte Warteräume in Betrieb genommen. Dabei muss mit Wartezeiten von mehreren Stunden gerechnet werden. Wegen dieser Regelung können nun nur noch 3000 bis 3500 und nicht mehr wie bisher bis zu 5500 Lastwagen pro Tag den Tunnel passieren. (pg)