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Wirtschaft

Google plant eigenes Betriebssystem

Der Internet-Konzern Google will in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 ein eigenes Betriebssystem auf den Markt bringen. Mit Chrome OS attackiert das Unternehmen die Vorherrschaft des Windows-Entwicklers Microsoft.

Internet-'Surfer' vor Google-Logo (Foto: AP)

Die Welt spricht Google. So scheint jedenfalls die Vision der Konzerngründer Sergey Brin und Larry Page zu lauten. Der Suchmaschinenmarktführer platzierte sich mit allerlei kostenlosen internetbasierten Anwendungen in den letzten Jahren immer vielfältiger auf dem Markt.

Die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page (Foto: AP)

Sergey Brin und Larry Page

Egal, ob zum chatten, E-Mails schreiben, für Büro-Anwendungen oder zum Routen planen – alles kann heute mit einer Google-Anwendung erledigt werden. Doch damit nicht genug: Jetzt möchte sich Google auch einen Namen bei den Betriebssystemen machen. Google kündigte in einem Firmenblog die Entwicklung an.

Lenovo-Netbook (Foto: AP)

Im vergangenen Jahr brachte das Unternehmen den Browser Google Chrome auf den Markt. Nun soll mit Chrome OS das Betriebssystem folgen. Dieses wird zunächst nur auf Mini-Notebooks zugeschnitten sein. Zunächst. Denn auf lange Sicht plant der Konzern ein Betriebssystem für alle Computersysteme. Im Unterschied zu Windows, Mac oder Linux soll Chrome primär auf Internetanwendungen zugeschnitten sein. So verspricht der Konzern in seinem Blog, dass Nutzer innerhalb von Sekunden nach dem Start des Computers mit dem World Wide Web verbunden werden sollen.

Google verspricht "Geschwindigkeit, Einfachheit und Sicherheit“

Das Logo des Google-Browsers 'Google Chrome' (Foto: Google/dpa)

Technisch betrachtet besteht Chrome OS aus dem Internet-Browser Chrome, der auf einem Kern des Open Source Systems Linux beruht. Diese einfache Bauart soll die Leichtigkeit und Schnelligkeit des Systems sicherstellen.

Computermaus und Mousepad mit Google-Logo (Foto: AP)

Weiterhin verspricht Google, dass Chrome OS mit einem offenen Quellcode ausgestattet sein wird. Der Code wäre somit für Software-Entwickler frei zugänglich. Dieser neuartige Aufbau soll das Betriebssystem mit besonderer Sicherheit ausstatten. Auf diese Weise soll endlich Schluss sein mit Virus-Attacken, Schadsoftware und andauernden Sicherheitsupdates. "Es sollte einfach laufen“, versprechen der Vizepräsident für Produktentwicklung, Sundar Pichai, und Googles Chef-Ingenieur Linus Upson.

Autorin: Michaela Führer
Redaktion: Hartmut Lüning

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