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Wirtschaft

Google goes mobile

Google, die weltgrößte Suchmaschine, fordert die Mobilfunkbetreiber heraus. Das Unternehmen bringt mit dem "Nexus One" ein Smartphone auf den Markt, das mit dem hauseigenen Betriebssystem Android 2.1 ausgestattet ist.

Logo am Google-Hauptsitz Kalifornien (Foto: AP)

Google fordert Apple heraus

Schon vor zwei Jahren wurde spekuliert, das Google bald sein erstes "phone" auf den Markt bringen wird. Damals wurde aber nur das Betriebssystem Android präsentiert, also die Software-Plattform für mobile Geräte wie Smartphones. Nun ist es aber so weit: das "Nexus One" ist da. Es hat einen 3,7 Zoll großen Touchscreen und eine höhere Auflösung als das iPhone. Es ist schlank und hat mit 130 Gramm das richtige Gewicht. Allerdings: in Deutschland ist das Gerät vorerst nicht zu haben. In den USA müssen Kunden ohne Mobilfunkvertrag rund 530 US-Dollar hinblättern. In Kombination mit einem T-Mobile-Vertrag mit 24-Monaten Laufzeit kostet das Handy etwa 18 US-Dollar. Das "Nexus One" kann all das, was man von einem Smartphone eben erwartet.

Ein neues Terrain für Google

Erstes Smartphone von Google (Foto AP)

"Nexus One" tritt an

Das Außergewöhnliche am "Nexus One" sind nicht seine Funktionen, sondern die Tatsache, dass Google, eine Suchmaschinen-Firma, zum ersten Mal eigene Hardware herstellt und vertreibt. Aber, ob es ein "iphone"-Killer wird, da sind die Experten eher skeptisch. Sie bezweifeln, dass Google die Marketing- und Vertriebskraft hat, um den Markt zu erobern. Das ist für das kalifornische Unternehmen offensichtlich wohl auch nicht so vorrangig: Denn mit dem "Nexus One" hat Google weniger Apple als die Mobilfunkanbieter im Blick. Sie dominieren schließlich den Markt, indem sie die Geräte stark verbilligt an Kunden verkaufen und an langfristige Verträge binden. Dennoch: Das Smartphone "Nexus One" von Google ist durchaus als Kampfansage zu sehen: an Apple und Research in Motion, die mit iPhone und BlackBerry bisher den Ton angeben bei Internet-Handys.

Einfach sagen, was man will

Google Erde/Gesamtüberblick (Foto: Google Earth)

Smartphone mit Weitblick

Google stattet den "Nexus One" mit allem aus, was Google eben schön, bunt und kommunikativ macht: Neben Google Mail sind das vor allem die integrierte Bilderverwaltung, die Navigationssoftware Google Maps und, ganz neu, der digitalisierte Planet, Google Earth. Das "Nexus One" tritt mit dem Google-Betriebssystem Android an: Es verfügt über die neueste Version dieses Systems (2.1) und legt natürlich einen besonderen Schwerpunkt auf Web-Anwendungen von Google. Fotos werden mit einem Fingerdruck zum Dienst Picasa, Videos zu YouTube hochgeladen. Eine neuartige Wetteranwendung nutzt das GPS-Signal, um den Wetterbericht für den jeweiligen Standort anzuzeigen. Das Gerät reagiert nicht nur auf eingetippte Befehle, sondern auch auf gesprochene Anweisungen: Anstatt etwa bei der Suche auf Google Maps ein Textfeld auszufüllen, kann der Nutzer den gesuchten Ort auch einfach aussprechen.

Der nächste Coup von Apple?

Apple CEO Steve Jobs vor Apple-Logo (Foto: AP)

Für Überraschungen immer gut: Apple-Chef Steve Jobs

Auch Apple bereitet seinen nächsten Coup vor: Der US-Konzern will seinen mit Spannung erwarteten Tablet-Computer laut Zeitungsberichten in Kürze auf den Markt bringen. Vorgestellt werden solle das Gerät bereits im Januar, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf von Apple unterrichtete Personen. Das Tablet soll einen berührungsempfindlichen Bildschirm mit einer Diagonale von zehn bis elf Zoll (rund 25 bis 28 Zentimeter) haben - und, wie bei der Geräteklasse üblich, keine Tastatur. Das Gerät ist größer als der iPod-Touch und kleiner als ein Notebook, mit buntem Touchscreen, mit dem die Nutzer auch unterwegs Filme und Fernsehshows anschauen, Computerspiele spielen, im Netz surfen sowie elektronische Bücher und Zeitungen lesen können.

Autoren: Monika Lohmüller (dpa, afp, ap)

Redaktion: Klaus Ulrich