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Wirtschaft

Google-Börsengang verzögert sich erneut

Die Internet-Suchmaschine Google hat ihren mit Spannung erwarteten Börsengang kräftig zusammengestrichen und die Erlös-Erwartung gesenkt. Und: Noch gibt es von der US-Börsenaufsicht kein grünes Licht.

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Noch werden Google-Aktien nicht an der Nasdaq-Börse gehandelt


Der Börsengang der Internetsuchmaschine Google ist überraschend verschoben worden: Die amerikanische Börsenaufsicht (SEC) gab vorerst doch kein grünes Licht, so dass die Google-Aktie am Mittwoch (18.8.2004) noch nicht an der Technologiebörse Nasdaq gehandelt werden kann. Wenige Stunden nach der Entscheidung, für die die Börsenaufsicht keine Gründe nannte, schraubte Google die Preisspanne für die Aktien deutlich nach unten: statt 108 bis 135 Dollar auf 85 bis 95 Dollar.

Google drängt auf Börsengang

Das Unternehmen habe die US-Börsenaufsicht darum gebeten, die Registrierungserklärung für den Börsengang zu Handelsschluss am Mittwoch für gültig zu erklären, hieß es auf der Google-Website. Dieser Schritt ist eine Voraussetzung für die Platzierung an der Börse. Er war bereits für Dienstag erwartet worden. In diesem Fall hätte der Handel mit Google-Aktien am Mittwoch beginnen können. So ist damit nun frühestens am Donnerstag zu rechnen.

Mit der Senkung seiner Preisspanne teilte das Unternehmen zugleich mit, dass Google-Aktionäre wegen des niedrigeren Ausgabepreises die Zahl ihrer Anteilsscheine, die sie beim

Börsengang verkaufen wollten, auf 5,5 Millionen reduzieren wollten. Dies sind 6,1 Millionen Aktien weniger als bisher geplant. Das Unternehmen plane jedoch wie bisher den Verkauf von 14,1 Millionen Aktien, hieß es weiter.


Geringerer Erlös als erwartet

Mit der neuen Preisspanne und der geringeren Aktienzahl könnte Google aus dem Börsengang nun nur noch maximal 1,86 Milliarden Dollar erlösen; läge der Ausgabepreis am unteren Rand der Preisspanne, wären es 1,67 Milliarden Dollar. Nach der bisherigen Preisvorgabe hätte Google mit bis zu 3,47 Milliarden Dollar rechnen können.

Der weltgrößte Suchmaschinen-Betreiber lässt sich an der US-Technologiebörse Nasdaq notieren. Nach der SEC-Freigabe muss der Ausgabepreis der Aktien festgelegt werden. Der Börsengang Googles wäre eines der größten Marktdebüts eines Internet-Unternehmen in den USA.

Pannen im Vorfeld

Analysten hatten aber bereits erwartet, dass die Aktien am unteren Rand der zunächst genannten Preisspanne liegen werde und führten dies auf die jüngsten Pannen des Unternehmens im Vorfeld des Börsengangs und das eher schwache Marktumfeld zurück. Etwa ein Dutzend Analysten hatten einen Preis zwischen 70 und 114 Dollar prognostiziert.

Google hatte Ende vergangener Woche mit der Annahme von Geboten für seine Aktien begonnen. Ab Freitag konnten Interessenten für Google-Aktien, die sich bis Donnerstagabend registrieren ließen, für die Zuteilung mitbieten. Dabei mussten die Bieter die gewünschte Menge und den Preis nennen, den sie zu zahlen bereit sind. Aus dem Auktionsverfahren wird dann der endgültige Ausgabepreis für die Papiere ermittelt. (ali)

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