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Fußball

Gomez krönt ein dramatisches Spiel

Der FC Bayern hat sich im Achtelfinal-Hinspiel bei Inter Mailand eine gute Ausgangsposition verschafft. In einem hochdramatischen Spiel erzielte Mario Gomez kurz vor dem Abpfiff das entscheidende 1:0-Siegtor.

Münchner Spieler um den Torschützen Mario Gomez (2.v.l.) bejubeln den Treffer zum 0:1, während Mailands Torwart Julio Cesar am Boden liegt (Foto: Sebastian Widmann/dapd)

Noch einmal kommt der Pass auf Franck Ribéry, der spielt rüber auf die rechte Seite zu Arjen Robben und dann geht alles ganz schnell. Ein kurzer Antritt, ein strammer Schuss – Mailands Torwart Julio Cesar lässt den Ball abprallen und Mario Gomez steht da, wo ein Stürmer stehen muss. 1:0 für Bayern in der vorletzten Minute. Inter, das die letzten sieben Champions League-Heimspiele im wunderschönen Guiseppe-Meazza-Stadion alle gewonnen hatte, musste sich geschlagen geben und steht im Rückspiel unter Zugzwang. "Wenn wir nicht den Fehler machen, uns zu sicher zu fühlen, werden wir es schaffen", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Trainer Louis van Gaal betonte: "Ich denke, dass wir einen guten Schritt gemacht haben."

Knapp 5.000 Bayern-Fans hatten die Reise ins frühlingshafte Mailand angetreten und sie bekamen ein Klasse-Fußballspiel geboten. Hüben wie drüben gab es gefährliche Torraumszenen, Holger Badstuber auf der linken Verteidigerseite bekam es mit den quirligen Vorstößen des Kameruners Samuel Eto'o zu tun und Thomas Kraft die Möglichkeit, sich mit glänzenden Paraden auszuzeichnen. Im Münchener Angriffswirbel traf Franck Ribéry nach gut 20 Minuten nur die Latte. Ein Wunder, dass so lang keine Tore fielen.

Überragender Kraft lässt keinen Gegentreffer zu

Torwart Thomas Kraft (M.) hält einen Ball (Foto: Sebastian Widmann/dapd)

Hielt mit glänzenden Paraden den Kasten sauber: Bayern-Keeper Thomas Kraft

Auch im zweiten Durchgang ging es munter weiter, Kraft hielt seinen Kasten sauber und dieses Mal traf Arjen Robben nur den Pfosten. Bayern bestimmte fortan das Spiel, konnte jedoch nichts Zählbares dabei herausholen. Und so gehörten die Schlussminuten wieder Inter Mailand, das sich Ecke um Ecke, Freistoß um Freistoß erkämpfte. Erneut hatten es die Bayern ihrem Torwart Kraft zu verdanken, dass in dieser Drangphase nichts anbrannte. Kaum hatten sich die Bayern von diesem Ansturm befreit, nutzte Gomez die letzte Chance zum Sieg und erzielte sein siebtes Tor in der Königsklasse – mehr hat noch kein anderer Bayern-Spieler je geschossen. "Das war sicherlich mein wichtigstes Tor in der Champions League. Wenn man eine Minute vor dem Ende ein Tor macht, das zum Auswärtssieg reicht, ist das natürlich sehr schön", strahlte Gomez.

Im zweiten Spiel des Abends trennten sich Olympique Marseille und Manchester United torlos Unentschieden. Damit hat sich ManU im Auswärtsspiel eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Viertelfinals verschafft und kann im Rückspiel am 15. März vor eigenem Publikum mit einem Sieg den Einzug in die Runde der besten acht Teams perfekt machen.

Chelsea so gut wie weiter

Nicolas Anelka von Chelsea jubelt mit seinem Teamkollegen Fernando Torres (Foto: EPA/Keld Navntoft)

Anelka (links) traf zweimal für Chelsea

Beim FC Chelsea schauten mal wieder alle auf den teuersten britischen Transfer aller Zeiten: Der spanische Weltmeister Fernando Torres wurde von den Verantwortlichen "mal eben" für schlappe 58 Millionen Euro zur Winterpause verpflichtet – klares Ziel: die Champions League gewinnen. National hat Chelsea keine Chance mehr auf einen Titel. Einen kleinen Schritt in Richtung Finale hat die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti gemacht: Durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg im Auswärtsspiel bei Außenseiter FC Kopenhagen hat Chelsea den Grundstein für das Viertelfinale gelegt.

Real Madrid spielt Unentschieden

Karim Benzema wird von Mesut Özil beglückwünscht (Foto: Laurent Cipriani/AP/dapd)

Özil (und Khedira) holten ein Unentschieden in Lyon

Bei der Partie Olympique Lyon gegen Real Madrid standen gleich acht deutsche Akteure auf dem Platz: Neben Mesut Özil und Sami Khedira waren auch die fünf deutschen Schiedsrichter-Assistenten von FIFA-Referee Wolfgang Stark dabei. Der deutsche Spitzenschiedsrichter sorgte für heftige Diskussionen, als er ein Handspiel des Franzosen Yoann Gourcuff im eigenen Strafraum nicht ahndete. "Für mich war das ein klares Handspiel. Das muss er pfeifen", kritisierte Özil. Dennoch erreichte Real auswärts bei "Angstgegner" Lyon ein 1:1 (0:0)-Unentschieden und steht erstmals seit sieben Jahren wieder vor dem Einzug in das Viertelfinale der Königsklasse. "Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, aber das 1:1 ist nicht schlecht", resümierte Khedira. "Mit dem Auftritt hier können wir zufrieden sein." Der deutsche Nationalspieler zog sich bei der Partie einen Muskelfaserriss zu und wird für das Rückspiel wahrscheinlich nicht zur Verfügung stehen.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Calle Kops

Die Hinspiele der Champions League:

Dienstag, 22.02.2011:

FC Kopenhagen - FC Chelsea 0:2 (0:1)
Olympique Lyon - Real Madrid 1:1 (0:0)

Mittwoch, 23.02.2011:

Olympique Marseille - Manchester United 0:0
Inter Mailand - Bayern München 0:1 (0:0)

Dienstag, 15.02.2011:

AC Mailand - Tottenham Hotspur 0:1 (0:0)
FC Valencia - FC Schalke 04 1:1 (1:0)

Mittwoch, 16.02.2011:

FC Arsenal - FC Barcelona 2:1 (0:1)
AS Rom - Schachtjor Donezk 2:3 (1:3)

Die Rückspiele werden am 8./9. März und 15./16. März ausgetragen.