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Fußball

Gomez gegen Sevilla gefordert

Im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen den FC Sevilla braucht der AC Florenz die Treffsicherheit seines deutschen Torjägers. Doch das schlechte Hinspielergebnis und die Statistik machen wenig Hoffnung.

Die Lage scheint aussichtslos - aufgeben ist für den AC Florenz und Stürmer Mario Gomez aber keine Option. "Natürlich wird es verdammt schwer, und dennoch ist es machbar", sagte der 29-Jährige vor dem Halbfinalrückspiel in der Europa League gegen Titelverteidiger FC Sevilla am Donnerstag (21:05 Uhr MESZ). Gomez läuft mit seinem Team einem

0:3-Rückstand aus dem Hinspiel

hinterher und muss schier Unmögliches schaffen. Gomez glaubt aber dennoch an sein viertes Europacup-Finale: "Wir werden versuchen, das noch zu drehen", sagte der Ex-Münchener. Dafür müsste sich allerdings auch der Nationalstürmer gehörig steigern. Im Hinspiel in Sevilla hatte er zwar ein paar Chancen, vergab diese aber recht kläglich. Der Stürmer habe eine Leistung "zum Wegwerfen" gezeigt und sei offenbar erdrückt gewesen von der Verantwortung, schrieben die italienischen Medien. Gar über ein vorzeitiges Aus beim Serie-A-Club wurde spekuliert.

In der Liga wurde Gomez jüngst geschont. In der Europa League setzt Trainer Vincenzo Montella aber auf seinen Starspieler. Auch Gomez sieht sich als Mann für die entscheidenden Tore. Ja, er habe "Anlaufschwierigkeiten" gehabt, "in der Rückrunde habe ich aber bisher viele sehr wichtige Pflichtspieltore gemacht."

Neben dem klaren Hinspielergebnis macht auch die brillante Statistik des Gegners wenig Hoffnung auf ein Weiterkommen der "Fiorentina": Noch nie verlor Sevilla, derzeit Fünfter der Primera Division, ein Halbfinale auf europäischer Ebene. 2006, 2007 und 2014 gewannen die Andalusier die Europa League, beziehungsweise den UEFA-Cup. "Wir sind 90 Minuten davon entfernt, wieder im Finale zu stehen und werden alles dafür geben", sagte der kolumbianische Torjäger des FC Sevilla, Carlos Bacca im Vereins-TV.

Sehnsucht in Neapel

Neapels Trainer Rafael Benitez (Foto: Francesco Pecoraro/Getty Images)

Neapels Trainer Rafael Benitez

Noch größer dürfte die Sehnsucht nach dem Finale in Warschau am 27. Mai beim SSC Neapel sein. Das letzte Europacup-Endspiel der Neapolitaner liegt bereits 26 Jahre zurück. Damals setzte man sich mit Diego Maradona und dem Brasilianer Careca im Team gegen den VfB Stuttgart im UEFA-Cup-Finale durch. Diesmal steht der zweite italienische Halbfinalist nach dem mageren Hinspiel-1:1 gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk unter Druck, ist aber dennoch klarer Favorit gegen die Ukrainer. Wegen der Gefechte zwischen ukrainischen Regierungseinheiten und Separatisten in der Ostukraine trägt Dnjepr sein Heimspiel im mit 70.000 Karten ausverkauften Kiewer Olympiastadion aus - rund 400 Kilometer von der eigentlichen Heimspielstätte entfernt. Der aktuelle Tabellendritte der ukrainischen Liga könnte mit dem Einzug ins Finale den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte nach dem sowjetischen Meistertitel von 1988 schaffen.

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