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Biathlon-WM

Goldener WM-Auftakt für deutsche Biathleten

Im ersten Wettbewerb der Biathlon-WM in Hochfilzen fährt die deutsche Mannschaft als erste durchs Ziel. Die vier deutschen Skijäger zeigen in der Mixed-Staffel eine Leistung, die für die weiteren Rennen Hoffnung macht.

Erstes Rennen, erster Sieg: Die deutschen Biathleten haben bei der WM in Hochfilzen einen goldenen Auftakt gefeiert. In der Mixedstaffel setzten sich Vanessa Hinz (2 Nachlader), Laura Dahlmeier (4), Arnd Peiffer (0) und Simon Schempp (1) über 2 x 6 und 2 x 7,5 Kilometer trotz sieben Nachladern vor Frankreich (+2,2 Sekunden/eine Strafrunde) und Russland (+3,2/vier Nachlader) durch. Der Jubel im Zielbereich war gewaltig, schließlich hatte eine deutsche Mixedstaffel zuletzt 2010 im sibirischen Chanty-Mansijsk den Titel geholt. 2016 gab es in Oslo Silber - Peiffer und Schempp, der am Ende doch noch kämpfen musste, waren beide Male dabei.

Dahlmeier mit vier Nachladern

Österreich | Biathlon WM 2017 | Mixed-Staffel | Laura Dahlmeier (picture-alliance/APA/picturedesk.com/B. Gindl)

Laura Dahlmeier bewies beim Schießen starke Nerven

Das deutsche Team war in Bestbesetzung angetreten, Dahlmeier auf Position zwei und Schempp als Schlussläufer standen aufgrund ihrer zahlreichen Erfolge dabei im Fokus. Gleich die ersten zwei WM-Schüsse von Dahlmeier verfehlten allerdings das Ziel, ein lautes Raunen ging durch das verschneite Stadion. Auch stehend wackelte die Überfliegerin, benötigte zwei weitere Nachlader - und lief dann aber noch eine famose Schlussrunde. Zur Halbzeit lag Deutschland hauchdünn vor Frankreich in Führung, der Medaillentraum lebte. "Ich habe beim Schießen ein bisschen riskiert, dafür sind die Nachlader ja auch da. Vier Nachlader sind aber dennoch zuviel", sagte Dahlmeier, die ihr Ziel dennoch erfüllte: "Ich wollte unbedingt auf dem ersten Platz übergeben. Ich habe mich im Laufen sehr gut gefühlt."

"Mit den Haxen gewackelt"

Startläuferin Hinz und Peiffer an Position drei hatten ebenso gehörigen Anteil an der Medaille. Hinz musste dabei im Stehendschießen zweimal nachladen. "Ich habe mit den Haxen brutal gewackelt. Der Wind war tückisch, den durfte man nicht unterschätzen", sagte sie. Peiffer, ehemaliger Sprint-Weltmeister, machte seine Sache ganz hervorragend. Zehn Schüsse, zehn Treffer - der 29-Jährige baute den Vorsprung vor dem letzten Wechsel auf beachtliche 21,2 Sekunden aus. "Ich wollte mir die Nachlader ersparen und habe bewusst geschossen. Ich bin total froh, dass es heute so gut geklappt hat", sagte Peiffer.

Am Freitag steht als nächster Wettbewerb der Sprint der Damen an, mit besten Chancen für Dahlmeier. Fünf WM-Einzelmedaille hat sie bereits in ihrer Vitrine hängen, angesichts ihrer bisherigen Saison mit vier Siegen und fünf Podestplätzen gebührt ihr die Favoritenrolle. "Ich möchte natürlich voll angreifen und versuche, auf Sieg zu laufen", sagte Dahlmeier.

asz/sn (sid, dpa)

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