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Sport

Goldener letzter Wurf

Einen Tag nach Speerwerferin Steffi Nerius gewann Diskuswerfer Robert Harting die zweite Goldmedaille für das deutsche Team.

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Noch vor dem letzten Versuch hatte der 24-Jährige auf Platz zwei hinter Piotr Malachowski gelegen. Der Pole hatte 69,15 Meter vorgelegt. Doch im letzten Versuch schleuderte Harting den Diskus auf 69,43 Meter. Anschließend hob er das WM-Maskottchen Berlino in die Luft und tanzte wie von der Tarantel gestochen mit freiem Oberkörper über die Bahn.

Eklat nach der Qualifikation

Vergessen war der Eklat des Vortags, als Harting nach überstandener Qualifikation Dopingopfer der früheren DDR mit den Worten attackiert hatte: "Wenn der Diskus aufkommt, soll er gleich gegen eine der Brillen springen, die die Dopingopfer hier verteilt haben - damit sie wirklich nichts mehr sehen. Die Leute, die die Sachen vor den Kopf bekommen, sollen sich Gedanken machen." Später hatte Harting kleinlaut zurückgerudert. Er sagte, er habe sich von den Dopingopfern provoziert gefühlt, nachdem sie ihn wegen seiner Aussagen zum Doping und der Zusammenarbeit mit Trainer Werner Goldmann kritisiert hatten. (sn/sid/dpa)