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Kultur

Goldener Löwe für Sofia Coppola

Für ihren Film "Somewhere" ist die US-Regisseurin Sofia Coppola beim Filmfestival in Venedig mit dem Goldenen Löwen geehrt worden.

Sofia Coppola mit ihrem Goldenen Löwen (Foto: AP)

Sofia Coppola mit ihrem Preis

Die 39-jährige Tochter von Francis Ford Coppola erzählt in ihrem sechsten Streifen "Somewhere" die Geschichte eines Filmstars, der die Leere seines Daseins durch die Augen seiner elfjährigen Tochter sieht. Coppolas Film sei einstimmig zum Sieger gewählt worden, sagte der Jury-Vorsitzende Quentin Tarantino am Samstagabend (11.09.2010). Der Streifen habe die Jury schon bei der ersten Vorführung verzaubert.

Sofia Coppola setzte sich im Wettbewerb der 67. Filmfestspiele von Venedig gegen 23 Mitkonkurrenten durch, darunter auch gegen den Beitrag "Drei" des deutschen Filmregisseurs Tom Tykwer.

Regie-Preis für Spanier Alex de la Iglesia

Alex de la Iglesia mit seinem Silbernen Löwen (Foto: AP)

Alex de la Iglesia mit seinem Silbernen Löwen

Der Silberne Löwe für die Beste Regie ging an den Spanier Álex de la Iglesia für seine grotesk-überdrehte "Balada triste de trompeta". Der Regisseur erzählt darin auf äußerst ungewöhnliche Weise von Javier, einem traurigen Clown, während der Franco-Zeit. Jahrelang erduldet er zahlreiche Rückschläge und Erniedrigungen, bis er als eine Art Freiheitskämpfer Amok läuft, unter anderem gegen Führer der Franco-Diktatur.

Auch Vincent Gallo und Ariane Labed überzeugen

Der Amerikaner Vincent Gallo gewann wie von vielen erwartet den Preis als bester Darsteller für seine überzeugende Leistung in "Essential Killing" des Polen Jerzy Skolimowski. Gallo spielt darin einen Mann aus Afghanistan, der vom US-Militär gefangengenommen und nach Europa gebracht werden soll. Auf dem Weg dahin entkommt er aber und flieht durch verschneite Wälder vor seinen Verfolgern. Um zu überleben, muss er immer wieder töten.

Der Preis für die beste Darstellerin ging an die Griechin Ariane Labed aus dem Streifen "Attenberg". Die Filmfigur Marina ist 23 Jahre alt und lebt alleine mit ihrem kranken Vater. Das Werk der Regisseurin Athina Rachel Tsangari zeigt Marinas Weg zum Erwachsenwerden und die Entdeckung der eigenen Sexualität.

Autorin: Susanne Eickenfonder (dapd, dpa, afp)
Redaktion: Siegfried Scheithauer

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