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Aktuell Kultur

Goldener Ehrenbär für Wim Wenders

Bei der nächsten Berlinale erhält der deutsche Regisseur Wim Wenders einen Goldenen Ehrenbären. Außerdem werden während einer Hommage der 65. Berliner Filmfestspiele zehn seiner Werke gezeigt.

Hohe Auszeichnung für Wim Wenders. Die Berlinale im Februar 2015 ehrt den großen Erneuerer des deutschen Films mit einer besonderen Auszeichnung und einer kleinen Werkschau. Festivaldirektor Dieter Kosslick erklärte dazu: "Sein genreübergreifendes und vielseitiges Werk als Filmemacher, Fotograf und Autor hat unser Filmgedächtnis geprägt und inspiriert nach wie vor Filmemacher."

Wenders ist seit den 1970er Jahren als Filmemacher aktiv und drehte seither rund 60 Filme. Zu seinen großen Erfolgen gehören der in Cannes mit einer Goldenen Palme ausgezeichnet "Paris, Texas" (1984) und der in Venedig prämierte "Der Stand der Dinge" (1982). Zuvor hatte sich der gebürtige Düsseldorfer einen Namen als wichtige Kraft innerhalb des "Neuen Deutschen Films" gemacht. Das Road-Movie "Im Laufe der Zeit" wurde zu einer frühen Wegmarke des deutschen Kinos.

Erfolg mit Dokumentationen

In späteren Jahren reüssierte Wenders vor allem mit Dokumentarfilmen. 1999 feierte er einen großen internationalen Erfolg mit der Musikdokumentation "Buena Vista Social Club". Auch sein 3D-Film "Pina" fand ein großes Echo bei Kritik und Publikum. Der Film wurde für einen Oscar nominiert.

Vorbild aus Japan

"Beeindruckend an Wim Wenders ist die Vielfalt seiner künstlerischen Neigungen, sind nebst seinen Filmen auch seine Arbeiten als Buchautor und Fotograf", kommentiert Rainer Rother, künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek die Entscheidung. Wenders habe beispielsweise in mehreren filmischen Essays von ihm verehrte Künstler wie Yasujirō Ozu ("Tokyo-Ga", 1985) oder jüngst den Fotografen Sebastião Salgado in "The Salt of the Earth“ gewürdigt.

jk / chr (dpa/Berlinale)