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Kultur

Goldene Taube für "Les règles du jeu"

Der französische Film "Les règles du jeu" (Die Spielregeln) hat beim Filmfestival DOK Leipzig die Goldene Taube im internationalen Dokumentarfilm-Wettbewerb gewonnen.

Der Film von Claudine Bories und Patrice Chagnard (Artikelbild) dokumentiert die Bemühungen dreier junger Franzosen, mithilfe einer Beratungsfirma einen Job zu finden. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. MDR-Intendantin Karola Wille übergab die Auszeichnung am Samstagabend (01.11.2014). "DOK Leipzig und dieses besondere Filmgenre liegen uns sehr am Herzen", so Wille. "Wir engagieren uns seit Jahren intensiv beim Festival, das mittlerweile auch international zu den ersten Adressen der Branche gehört." Insgesamt wurden beim 57. Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm Preise in einer Gesamthöhe von 66.500 Euro vergeben, darunter fünf Goldene Tauben.


Goldene Tauben gehen nach Frankreich, Polen, Schweden, Holland und Chile

Logo des Leipziger Filmfestivals DOK (Foto: dpa)

Logo des Leipziger Filmfestivals

Der erste Preis im deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm - ausgezeichnet werden hier Filme deutscher Produktionsfirmen - ging an die Polen Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski. In ihrem Film "Domino-Effekt" begleiten sie ein Paar in Abchasien, das in einer vom Krieg geprägten Region um seine Liebe kämpft. Die Schwedin Asa Sandzén gewann die Goldene Taube für den besten Animationsfilm - für ihr Werk "Still Born". Als beste Kurz-Doku wurde der Film "Escort" des Niederländers Guido Hendrikx ausgezeichnet. Er beschäftigt sich mit der Spezialausbildung für niederländische Polizisten, die Asylbewerber auf Abschiebe-Flügen begleiten. Die Goldene Taube für den besten animierten Dokumentarfilm ging an die chilenische Produktion "Muerte blanca" (Weißer Tod), bei der ein Schneesturm im Mittelpunkt steht.


"Das älteste Dokumentarfilm-Festival der Welt"

Eigenen Angaben zu Folge ist DOK Leipzig das größte Dokumentarfilm-Festival in Deutschland und das älteste der Welt. 2014 wurden 368 Produktionen aus 62 Ländern zur Aufführung gebracht. Ein Schwerpunkt lag auf aktuellen politischen Konflikten - von der Ukraine bis Syrien. Eröffnet worden war das Festival in diesem Jahr mit der Dokumentation "Citizenfour" über den Whistleblower Edward Snowden. Der Dokumentarfilm der amerikanischen Regisseurin Laura Poitras feierte bei DOK Leipzig Deutschlandpremiere und wurde bereits am Mittwoch (29.10.) mit dem Preis "Leipziger Ring" ausgezeichnet.

nf/mak (epd, dpa)