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Aktuell Kultur

Goldene Palme geht in die Türkei

Bei den 67. Filmfestspielen im französischen Cannes gab es einen Favoritensieg. Der 55 Jahre alte türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan erhielt die begehrte Auszeichnung für seinen Film "Winter Sleep".

Schon im Vorfeld des Festivals war der türkische Filmemacher als heißer Kandidat für den Hauptpreis genannt worden. Nuri Bilge Ceylan - auf dem Foto zusammen mit Regisseur Quentin Tarantino und der Schauspielerin Uma Thurman - ist seit vielen Jahren einer der herausragenden Regisseure Europas, hatte bisher die Goldene Palme aber noch nicht gewonnen. In seinem neuen über dreistündigen Opus "Winter Sleep" wirft Bilge Ceylan einen kritischen, aber auch elegischen Blick auf die türkische Gesellschaft.

Der zweitwichtigste Preis des Festivals ging an die italienische Filmemacherin Alice Rohwacher. Sie erhielt den "Großen Preis der Jury" für ihr Sozialdrama "Le meraviglie". Der Film entstand auch mit deutschem Geld. Auch das junge kanadische Wunderkind Xavier Dolan bekam eine Auszeichnung. Der 25-Jährige erhielt den "Jury-Preis" für sein Werk "Mommy". Der Drehbuch-Preis ging an den Russen Andrej Swjaginzew ("Leviathan").

Favoritensiege auch bei den Darstellern

Bei den Auszeichnungen für die beste Schauspielerleistung gab es keine Überraschung. Julianne Moore (USA) nahm den Preis für ihren Auftritt im kanadischen Film "Maps to the stars" entgegen, in dem sie eine alternde Leinwand-Diva spielt.

Bei den männlichen Darstellern durfte sich der Brite Timothy Spall über eine Palme für seine brummige Verkörperung des englischen Malers William Turner in Mike Leighs "Mr. Turner" freuen.

jk/sti (dpa)