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Sport

Gold-Lena, Sportkönigin mit Dauerlächeln

Magdalena Neuner ist wieder zur Sportlerin des Jahres gewählt worden – und das, obwohl sie ihre beispiellose Biathlon-Karriere im Frühjahr beendet hatte. Zur Ruhe ist die 25-Jährige seitdem nicht gekommen.

Ein Comeback Magdalena Neuners wird es nicht geben, jedenfalls nicht nach derzeitigem Stand. "Ich bin glücklich mit dem  Rücktritt", sagt die erfolgreichste Biathletin aller Zeiten. "Ich bin jetzt Biathlon-Fan wie jeder andere auch." Im vergangenen März hatte die 25-Jährige in Chanty-Mansijsk in Russland ihr letztes Rennen bestritten. In ihrer Abschluss-Saison räumte "Gold-Lena", wie ihre Fans sie nannten, noch einmal kräftig ab. Zunächst bei der Heim-WM in Ruhpolding: Gold in der Staffel, Gold im Sprint, Silber im Verfolgungsrennen und Bronze in der Mixedstaffel. Damit erhöhte sie ihre Sammlung auf 17 WM-Medaillen (zwölfmal Gold, viermal Silber, einmal Bronze).

Neuner küsst die große Kristallkugel für den Weltcupgesamtsieg. Foto: AP/dapd

Zum Karrieende durfte Neuner zum dritten Mal als Weltcupgesamtsiegerin die große Kristallkugel küssen

Dritter Weltcup-Gesamtsieg

In Chanty-Mansijsk gewann Neuner das 34. Weltcup-Einzelrennen ihrer Karriere und durfte sich zum Abschied auch noch über die große Kristallkugel freuen: Zum dritten Mal nach 2008 und 2010 holte sie sich den Weltcup-Gesamtsieg. Eigentlich also kein Wunder, dass Deutschlands Sportjournalisten sie jetzt trotz ihres Rücktritts zum dritten Mal nach 2007 und 2011 zur Sportlerin des Jahres wählten. "Das ist definitiv das i-Tüpfelchen meiner Karriere", freut sich Neuner. Neben ihren zahlreichen WM- und Weltcupsiegen verbuchte die Biathletin auch noch zwei olympische Gold- und eine Silbermedaille bei den Spielen von Vancouver 2010.

In der Loipe unschlagbar

Schon als Jugendliche war Neuner, die im Dorf Wallgau nahe Garmisch-Partenkirchen aufwuchs, eine Klasse für sich. Sie sammelte fünf Einzel-Weltmeistertitel bei den Juniorinnen. Vor allem in der Loipe war sie fast unschlagbar. Neuners Schnelligkeit sollte auch bis zum Karriere-Ende ihr sportliches Markenzeichen bleiben: Schießfehler lief sie gewissermaßen einfach weg.

Neuner bei der Biathlon-WM in Ruhpolding. Foto: Reuters

Ihre Erfolge verdankte Neuner vor allem ihrer Schnelligkeit in der Loipe

Noch mehr Sponsoren

Dazu avancierte Neuner schon früh zum Medienstar. Unbeschwert, selbstbewusst, stets mit einem Lächeln auf den Lippen trat sie vor die Kameras. Sie wurde zur Topverdienerin unter den deutschen Wintersportlerinnen. Langweilig ist es Neuner auch nach ihrem Rücktritt nicht geworden. Sie hat sogar neue Sponsoren dazu gewonnen. Zahlreiche Fernseh- und Werbeauftritte sorgen dafür, dass Neuner nach wie vor in der Öffentlichkeit präsent ist. "Der neue Alltag lebt sich sehr gut", findet Magdalena Neuner. "Aber es lebt sich ganz anders."

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