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Sport

Gold-Harting einfach nicht zu schlagen

Robert Harting ist und bleibt Europas bester Diskus-Werfer. Cindy Roleder holt überraschend Bronze, die deutschen Sprinterinnen enttäuschen und Oranje jubelt.

Wieder einmal hat Robert Harting den großen Wurf gelandet. Der Olympiasieger und dreifache Weltmeister verteidigte bei den Europameisterschaften in Zürich seinen Titel mit dem Diskus trotz schwieriger Bedingungen. "Ich habe schon schönere Abende erlebt. Es war schwierig. Ich bin deshalb glücklich, dass es so ausgegangen ist", meinte er im ZDF-Interview. Am Ende eines chaotischen EM-Tages reichten Harting 66,07 Meter. Zuerst küsste er den Betonring, dann mit nacktem Oberkörper sein Trikot. Diesmal zerriss es der Hüne beim Titeljubel aber nicht. Der Kapitän der deutschen Leichtathleten bescherte seinem Team das zweite Gold in Zürich nach Kugelstoßer David Storl. Der Diskus-Wettbewerb wurde wegen der Wetterkapriolen immer weiter nach hinten verschoben und am Ende blickten die verbliebenen Zuschauer alle auf die Werfer um Harting. Der 29-Jährige landete die entscheidende Weite im dritten Versuch und hielt damit den Esten Gerd Kanter (64,75), Olympiasieger von 2008, und den Polen Robert Urbanek (63,81) auf Abstand.

Bronze für Roleder

Die Leipzigerin Cindy Roleder hat bei der Leichtathletik-EM in Zürich zuvor überraschend Bronze über 100 Meter Hürden gewonnen. Gold ging am Mittwochabend die WM-Dritte Tiffany Porter aus Großbritannien in 12,76 Sekunden, Silber an die Französin Cindy Billaud in 12,79. Roleder kam nach 12,82 Sekunden ins Ziel. Die deutsche Meisterin Nadine Hildebrand wurde in 13,01 Sekunden nur Sechste. Carolin Nytra hatte 2010 in Barcelona als Dritte letztmals eine Medaille für die deutschen Hürdensprinterinnen geholt.

Christopher Linke feierte als guter Fünfter den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere. Beim 20 Kilometer Gehen der Männer absolvierte er die Distanz in 1:21:00 Stunden. Hagen Pohle ging nach 1:24:00 Stunden als 15. durchs Ziel, Nils-Christopher Gloger kam nach Magenprobleme nicht über Rang 27 hinaus. EM-Gold holte überraschend der Spanier Miguel Angel Lopez. Der WM-Dritte setzte sich nach einem Schlussspurt in 1:19:44 Stunden mit nur einer Sekunde Vorsprung vor dem favorisierten Weltmeister Alexander Iwanow aus Russland durch. Dessen Landsmann Denis Strelkow gewann in 1:19:46 Stunden Bronze.

Oranje feiert

Dafne Schippers aus den Niederlanden ist erstmals Europameisterin über 100 Meter. Die 22-Jährige setzte sich in 11,12 Sekunden durch. Zweite wurde Myriam Soumaré aus Frankreich in 11,16, Dritte die Britin Ashleigh Nelson in 11,22. Die Mannheimerin Verena Sailer, Europameisterin von 2010, hatte nur um vier Tausendstelsekunden das Finale verpasst. Im Halbfinale ausgeschieden waren zuvor auch die deutsche Meisterin Tatjana Pinto Rebekka Haase.

Zehnkämpfer Kai Kazmirek hat die ersehnte Medaille klar verpasst. Der 23-Jährige landete mit 8458 Punkten nur auf dem sechsten Platz. Arthur Abele feierte als Fünfter (8477) ein starkes Comeback. Rico Freimuth - zur Halbzeit nur Achter - wurde mit 8308 Punkten Siebter. Erstmals Europameister wurde der Weißrusse Andrej Krautschanka mit der Jahresweltbestleistung von 8616 Zählern. Silber erkämpfte der Franzose Kevin Mayer (8521) vor dem Russen Ilja Schkurenjow (8498).

Mo Farah - wer sonst!?

Der britische Doppel-Olympiasieger Mo Farah hat zum zweiten Mal nach 2010 bei der Leichtathletik-EM den Titel über 10.000 Meter gewonnen. In 28:08,11 Minuten setzte sich der 31-Jährige am Mittwoch im Letzigrund-Stadion gegen seinen Landsmann Andy Vernondurch, der nach 28:08,66 Minuten ins Ziel kam. Dritter wurde der Türke Ali Kaya in 28:08,72 Minuten. Der Deutsche Arne Gabius hatte auf einen Start verzichtet. Er will sich auf das Duell am Sonntag mit Mo Farah über 5000 Meter konzentrieren.

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