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Sport

Gold für deutsche Teamsprinter

Es ist die zweite deutsche WM-Goldmedaille innerhalb von zwei Tagen für den Bund Deutscher Radfahrer. Diesmal waren die Männer im Teamsprint erfolgreich - obwohl sich die Mannschaft erst kurz vorher neu formiert hatte.

Dreifache Freude: Maximilian Levy, Rene Enders and Stefan Botticher halten sich im Arm und freuen sich über Gold. Foto: Bryn Lennon/Getty Images

Dreifache Freude: Maximilian Levy, Rene Enders and Stefan Botticher freuen sich über Gold.

Die Bahnrad-WM in Minsk wird zum schwarz-rot-goldenen Festival: Einen Tag nach dem Titelgewinn von Miriam Welte und Kristina Vogel haben Rene Enders, Stefan Bötticher und Maximilian Levy im Teamsprint der Männer die zweite deutsche Goldmedaille geholt. Nur knapp zwei Stunden nach Weltes Silber im nicht olympischen 500-m-Zeitfahren besiegte das BDR-Trio im Finale die Equipe aus Neuseeland. Es war am zweiten Wettkampftag schon die vierte deutsche Medaille.

Enders, Bötticher und Levy, die in der Qualifikation die zweitschnellste Zeit gefahren waren, steigerten sich im Endlauf noch einmal deutlich und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Denn Bundestrainer Detlef Uibel hatte schon zuvor angekündigt: "Wir fahren um Gold". Nach 2010 und 2011 war es der dritte Titel im Teamsprint in den letzten vier Jahren.

Olympiasieger Großbritannien mit dem gebürtigen Krefelder Philip Hindes wurde nur Sechster. Mit Blick auf Rio 2016 hatte Uibel auf eine neue Formation gesetzt. Statt auf Robert Förstemann zu bauen, schenkte Uibel dem 21-jährigen Bötticher an Position zwei das Vertrauen. Förstemann war bei Olympia in London kurzfristig für den verletzten Stefan Nimke, der sich derzeit seiner Polizeiausbildung widmet, eingesprungen. In London hatte es nach dieser Umstellung dann zur Bronzemedaille gereicht.

Silber für Welte

Welte verpasste ihren zweiten Titel in Minsk nur hauchdünn. Ganze zwei Hundertstelsekunden lag die 26-Jährige hinter der neuen Weltmeisterin Lee Wai-Sze aus Hongkong. Im ersten Moment war die die Teamsprint-Olympiasiegerin etwas enttäuscht: "Es ist sehr schade, weil es so knapp ist. Ich wollte gewinnen und zwei Hundertstel - das ist einmal ein bisschen verlenkt. Aber es ist auch toll, noch einmal auf dem Podium zu stehen."

Unterdessen belegten die BDR-Frauen in der 3000-m-Mannschaftsverfolgung einen achtbaren sechsten Platz. Lisa Brennauer, Stephanie Pohl und Mieke Kröger benötigten 3:29,536 Minuten und verpassten damit den Lauf um die Bronzemedaille um rund eineinhalb Sekunden. Im Scratch-Rennen wurde Theo Reinhardt Siebter.

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