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Sport

Gold für Biathletin Neuner und Rodlerin Hüfner

Zweimal Gold für das deutsche Team in Vancouver: Biathletin Magdalena Neuner und Rodlerin Tatjana Hüfner triumphierten. Eisschnellläuferin Jenny Wolf gewann Silber, Rodlerin Natalie Geisenberger Bronze.

Magdalena Neuner im Ziel des Verfolgungsrennens (Foto: AP)

Neuner am Ziel ihrer Olympia-Träume

Magdalena Neuner hat sich ihren olympischen Gold-Traum erfüllt. Nach Silber im Sprintrennen entschied die 23 Jahre alte Deutsche das Verfolgungsrennen über zehn Kilometer für sich. Sprint-Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei holte Silber, die Französin Marie Laure Brunet Bronze. Andrea Henkel landete auf dem zehnten, Kati Wilhelm auf dem zwölften und Simone Hauswald auf dem 16. Rang.

Nur zwei Schießfehler

Mit etwa zwei Sekunden Rückstand auf Kuzmina war Magdalena Neuner gestartet. Doch bereits in der ersten Runde zog sie erstmals an ihrer Konkurrentin vorbei. Danach lieferten sich beide einen packenden Schlagabtausch. Im ersten Liegend-Schießen blieben sie ohne Fehler. Im zweiten Liegend-Anschlag erlaubte sich Kuzmina jedoch einen Fehlschuss, während Neuner fünfmal traf - der Weg zum Gold war frei.

Magdalena Neuner beim Laden ihres Gewehrs (Foto: AP)

Überragend in der Loipe, konnte sich Magdalena Neuner sogar zwei Fehlschüsse leisten

Auch zwei Fehlschüsse, je einer bei den beiden Durchgängen im Stehend-Schießen, konnten die Deutsche nicht mehr stoppen. Neuner war für ihre Konkurrentinnen einfach zu schnell. Im Ziel hatte sie einen Vorsprung von 12,3 Sekunden auf Kuzmina. "Jetzt bin ich Olympiasiegerin, das ist einfach nur der Wahnsinn", jubelte Neuner anschließend. Beim letzten Schuss sei sie "brutal nervös" gewesen. "Prompt ging er daneben. Den habe ich richtig danebengezittert. Aber ich wusste, das schaffe ich, und wenn ich sterben muss auf der letzten Runde."

Hüfner verlängert deutsche Siegesserie

Tatjana Hüfner setzte die Erfolgsserie der deutschen Rodlerinnen bei Olympischen Spielen fort. Die 26-Jährige gewann nach vier Läufen mit einem Vorsprung von 0,49 Sekunden vor der überraschend starken Österreicherin Nina Reithmayer. Bronze holte mit Natalie Geisenberger eine weitere deutsche Rodlerin. Anke Wischnewski wurde Fünfte.

Zum vierten Mal in Folge ging damit olympisches Rodel-Gold an Deutschland. Tatjana Hüfner feierte nach zwei Weltmeistertiteln sowie drei Weltcup-Gesamtsiegen in Serie den größten Erfolg ihrer Karriere. Vor vier Jahren in Turin hatte sie Bronze geholt.

Tatjana Hüfner bremst nach ihrem dritten Lauf in Vancouver (Foto: AP)

Nervenstark und schnell - Tatjana Hüfner

Platz eins im "ewigen" Medaillenspiegel

Für das deutsche Team in Vancouver waren die Erfolge Magdalena Neuners und Tatjana Hüfners die Olympiasiege Nummer zwei und drei. Mit jetzt 122 Goldmedaillen bei Winterspielen belegt Deutschland damit erstmals den ersten Platz im "ewigen" Medaillenspiegel vor Russland.

Jenny Wolf knapp geschlagen

Jenny Wolf auf der Eisbahn von Vancouver (Foto: dpa)

Jenny Wolf ganz knapp an Gold vorbei

Sie war die große Favoritin, doch am Ende fehlten fehlten Eisschnelllauf-Sprinterin Jenny Wolf ganze 0,05 Punkte zur Goldmedaille über 500 Meter. Nach zwei Läufen musste sich die Weltmeisterin der Südkoreanerin Lee Sang-Hwa geschlagen geben. Bronze ging an die Chinesin Wang Beixing, die im Vorfeld eigentlich als größte Konkurrentin für Jenny Wolf angesehen wurde. Monique Angermüller wurde Elfte.

Michael Greis wird Fünfter

Das Biathlon-Verfolgungsrennen der Männer über 12,5 Kilometer gewann der Schwede Björn Ferry vor dem Österreicher Christoph Sumann und Sprint-Sieger Vincent Jay aus Frankreich. Die deutschen Starter waren ja im Sprint den widrigen Wetterbedingungen zum Opfer gefallen und somit chancenlos. Michael Greis musste sich trotz toller Aufholjagd mit dem fünften Platz zufrieden geben. Der dreifache Olympiasieger von Turin war vom 21. Rang aus mit einem Rückstand von 1:48 Minuten ins Rennen gestartet. Andreas Birnbacher wurde Dreizehnter.

Zweites Gold für Kanada

Olympia-Gastgeber Kanada bejubelte die zweite Goldmedaille. Snowboarderin Maelle Ricker gewann sie im Cross-Wettbewerb. Die 31 Jahre alte Lokalmatadorin setzte sich im Finale vor der Französin Deborah Antonioz und der Schweizerin Olivia Nobs durch. Deutsche Läuferinnen waren nicht am Start.

Dreikampf in der Herren-Kür

In der zweiten Entscheidung im Eiskunstlaufen wird olympisches Gold in einem spannenden Dreikampf vergeben. Der Russe Jewgenij Pljuschenko, der nach dreijähriger Pause wieder zurückgekehrt ist, führt nach der Kurzkür vor dem Amerikaner Evan Lysacek und Daisuke Takahashi aus Japan. Alle drei Läufer sind allerdings nur durch wenige Zehntelpunkte voneinander getrennt. Stefan Lindemann, der in den letzten beiden Jahren praktisch durchgängig verletzt war, spielt bei der Medaillenvergabe erwartungsgemäß keine Rolle und liegt derzeit auf Rang 17.

Erneute Schutzsperre

Der neuseeländische Skilangläufer Benjamin Koons ist in Vancouver als dritter Athlet mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden. Bei ihm waren erhöhte Blutwerte festgestellt worden. Aus dem gleichen Grund durften zuvor bereits der russische Kombinierer Nijaz Nabejew und der estnische Langläufer Kaspar Kokk für fünf Tage nicht starten. Beide Athleten sind nach weiteren, diesmal unauffälligen Bluttests wieder startberechtigt.

Die Spitze im Medaillenspiegel:

1. Deutschland 3 4 2

2. Südkorea 3 1 0

3. Schweiz 3 0 1

4. USA 2 2 4

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Joachim Falkenhagen

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