Gold für ″alte Frau″ Eskau und Forster | Aktuell Asien | DW | 13.03.2018
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Paralympics 2018

Gold für "alte Frau" Eskau und Forster

Die 46-jährige Andrea Eskau im Biathlon und Anna-Lena Forster bei den Alpinen haben dem deutschen Team bei den Paralympics weiteres Edelmetall beschert. Auch Anna Schaffelhuber gewann wieder eine Medaille.

Ana-Lena Forster beendete die Siegesserie von Anna Schaffelhuber in Pyeongchang. Die 22-Jährige gewann Gold in der Super-Kombi  in der sitzenden Klasse, Schaffelhuber blieb nur Silber. Forster hatte nach dem Super-G noch auf Rang vier gelegen, riskierte dann aber im Slalom alles und triumphierte. Am Ende lag sie 2,52 Sekunden vor Schaffelhuber. Die 25-Jährige hatte zuvor sieben Paralympics-Rennen in Folge gewonnen. Fünf bei den Spielen 2014 in Sotschi und die ersten beiden in Südkorea, bei denen sie Gold in der Abfahrt und im Super-G holte.

Ebenfalls Silber gab es für Andrea Rothfuss in der stehenden Klasse. Die 28-Jährige belegte nach ihren Silbermedaillen in Abfahrt und Super-G zum dritten Mal den zweiten Platz.

Unerwartete Triumph von Eskau

Im Biathlon-Rennen über zehn Kilometer in der sitzenden Klasse leistete sich Andrea Eskau trotz schwieriger Bedingungen mit viel Wind nur einen einzigen Schießfehler - und bewältigte Strecke in 42:36,6 Minuten. Damit hatte sie vor der zweitplatzierten Russin Marta Zainullina, die als Neutrale Paralympische Athletin (NPA) startet, mehr als eine Minute Vorsprung. 

"Es ist echt verrückt", sagte die Sportlerin vom USC Magdeburg lachend im Ziel. "Das hatte ich nicht erwartet." DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher war ebenfalls begeistert: "Das ist unbeschreiblich. Sie hat im stärksten paralympischen Biathlon-Feld der Welt gewonnen", betonte Beucher. Am Samstag waren die Deutschen im Biathlon in fünf Rennen noch leer ausgegangen.

Andrea Eskau (picture-alliance/dpa/dpa-Zentralbild/J. Woitas)

Die Deutsche Andrea Eskau jubelt über ihre Silbermedaille im 12 km Langlauf

Für die deutsche Fahnenträgerin Eskau war es bereits die zweite Medaille bei den Winterspielen in Südkorea - nach Silber im Langlauf über 12,5 Kilometer - und die siebte goldene bei fünf verschiedenen Paralympics insgesamt. Die querschnittsgelähmte Athletin, die sich mit Blick auf ihre jüngeren Konkurrentinnen oft als "alte Frau" bezeichnet, gewann auch bei Sommer-Paralympics schon Edelmetall. Dort startet die 20-malige Weltmeisterin mit dem Handbike.

Die sehbehinderte Clara Klug aus München gewann im Biathlon über 10 km zudem Bronze. Die 23-Jährige musste sich bei schwierigen Bedingungen nur der Ukrainerin Oksana Schischkowa und der Neutralen Paralympischen Athletin (NPA) Michalina Lysowa geschlagen geben. Martin Fleig (Freiburg) belegte bei den Männern in der sitzenden Klasse den undankbaren vierten Platz, Steffen Lehmker (Clausthal-Zellerfeld) wurde in der stehenden Klasse Fünfter.

wa/cgn (sid, dpa)

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