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Reise

Goethe als Autogramm-Jäger

Johann Wolfgang von Goethe interessierte sich brennend für Handschriften Prominenter. Rund 2000 Autographen umfasste seine Sammlung. Eine Ausstellung in Weimar zeigt ausgewählte Beispiele.

Ausstellung Von Mozart bis Napoleon im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar

Kuratorin Evelyn Liepsch zeigt einen Brief von Kronprinz Ludwig von Bayern aus dem Jahr 1824

Der alternde Dichter sammelte mit großem Eifer Handschriften namhafter Persönlichkeiten - von Zeitgenossen, aber auch von längst gestorbenen Künstlern, Gelehrten und gekrönten Häuptern. "Um die 2000 Autographen von etwa 1500 Personen hat Goethe etwa in seinen letzten 25 Lebensjahren zusammengetragen", sagt die Kuratorin Evelyn Liepsch vom Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar. 14 der interessantesten Einzelstücke samt Geschichte präsentiert das Archiv nun in der Ausstellung "Von Mozart bis Napoleon".

Neben Briefen, Notizzetteln, Stammbucheinträgen und Notenschriften reichten ihm auch durchgepauste Unterschriften wie die von Napoleon. Goethe hatte den Kaiser der Franzosen 1808 persönlich in Erfurt getroffen. Auch Freunde und Bekannte hatten dem Dichter bei seiner Leidenschaft geholfen und neue Quellen aufgetan. So hat Goethe von einer Brieffreundin aus Wien ein Mozart-Fragment erhalten, das nach der Ergänzung durch seinen Freund Stadler als Klavier-Fantasie in c-Moll bekanntgeworden ist und in der heutigen Mozart-Forschung eine besondere Rolle spielt.

ks/ak (dpa)