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Kultur

goEast-Filmfestival: "Niemandskind" gewinnt

Die bewegenden Geschichte von einem Jungen, der fernab jeder menschlichen, modernen Zivilisation aufwächst, überzeugte die Jury. Der serbische Regisseur Vuk Ršumović bekommt für sein Erstlingswerk den Hauptpreis.

Vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien erzählt der Film einfühlsam die Geschichte eines Findelkindes. Das Drama beruht auf einer wahren Begebenheit: 1988 wird in den Bergen von Bosnien-Herzegowina ein Junge gefunden. Niemand weiß, woher er kommt und wie er in der Wildnis unter Wölfen überleben konnte. Im Kinderheim in Belgrad hat es Haris, wie er genannt wird, nicht leicht.

Überzeugende Leistung

"Der Film überzeugt sein Publikum durch eine starke Geschichte über einen Jungen, der vom Tier zum Menschen zivilisiert wird, während die Welt um ihn herum sich in die Gegenrichtung entwickelt", erklärte die Jury am Dienstagabend (28.04.2015). "Nicije dete" ist das Erstlingswerk des Serben Vuk Ršumović, der die Hauptrolle mit dem überzeugenden Jungdarsteller Denis Muric besetzte. Ebenfalls prämiert wurde das tschechisch-slowakische Boxerdrama "Koza" von Ivan Ostrochovsky; es erhielt den Preis der Internationalen Filmkritik FIPRESCI und den Preis der Stadt Wiesbaden für die beste Regie. Insgesamt wurden 21.500 Euro an Preisgeldern vergeben.

Das goEast-Filmfestival in Wiesbaden zeigte vom 22.-28. April 100 Spiel- und Dokumentarfilme aus 30 Ländern Mittel- und Osteuropas. Es wurde zum 15. Mal wird vom Deutschen Filminstitut veranstaltet.

fk/suc (dpa/fr)

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