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Politik

Gnadenloser Bürgerrechtler

Er ist schwarzer Geistlicher und hat sich als Bürgerrechtler einen Namen gemacht. Er will die Verfassung ändern und besetzt Themen, die sonst keiner will. Auch wenn er verliert, hat Sharpton ein Zeichen gesetzt.

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Reverend Al Sharpton

Al Sharpton findet gerne deutliche Worte. Den ehemaligen New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani nannte er einen "Clown", die Steuersenkungen des George W. Bush hält er für "tödlich". Proteste gegen Übungen der US-Marine haben ihm sogar 90 Tage im Gefängnis eingebracht.

Seine Popularität ist indes ungebrochen. Besonders Schwarze und Latinos gehören zu seiner Zielgruppe, kennen seine Lebensgeschichte. Es ist die eines Baptisten, der schon zu High-School-Zeiten in seiner Kirche predigte, der mit zwölf Jahren mit dem amerikanischen Bürgerrechtler Jesse Jackson bekannt gemacht wurde und sich seither mit seiner gnadenlosen, wenig rücksichtsvollen Art für Bürgerrechte einsetzt. Man nennt ihn "The Rev." - eine Abkürzung für "Reverend": Geistlicher.

Die Inhalte seines Wahlkampfes geben die wesentlichen Ideale wieder, für die er in seinem Leben gekämpft hat. Er will Themen auf die Tagesordnung bringen, die sonst kaum präsent sind. So zieht er gegen die Todesstrafe zu Felde, und spricht über Afrika- und Karibik-Politik. Menschenrechte und der Kampf gegen die Allmacht der Wirtschaft sind ihm ein Anliegen. Im Zentrum steht seine Forderung nach einer Verfassungsänderung: Ein in der Verfassung verbrieftes Wahlrecht will er ebenso einführen wie ein Recht auf Bildung und ein Recht auf soziale Absicherung in Form einer Krankenversicherung.