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Welt

GMF 2014: Mediengipfel zum Mitmachen

Arabischer Frühling, Proteste im Gezi-Park, Demonstrationen auf dem Maidan - welche Rolle spielte das Internet dabei? Wie reagieren die Medien auf die Wirklichkeit 2.0? Das Global Media Forum 2014 der DW sucht Antworten.

"Was in der Ukraine derzeit passiert, ist weit mehr eine 'Informationsschlacht' als ein realer physischer Krieg", sagt der stellvertretende NATO-Generalsekretär Jamie Shea. Der Sicherheitsexperte ist einer der prominenten Redner auf dem Global Media Forum 2014 (GMF 2014) vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2014 im Bonner World Conference Center.

Nach Ansicht des Briten hat das Internet Form und Verlauf von aktuellen Krisen wie in der Ukraine, in Tunesien, Ägypten und anderen Staaten des Arabischen Frühlings oder in der Türkei verändert. Es biete immer mehr Menschen die Möglichkeit, an gesellschaftlichen Entwicklungen teilzuhaben. Diesen Aspekt stellt das GMF 2014 mit seinem Motto "Von Information zu Partizipation - Herausforderungen für die Medien" in den Mittelpunkt.

Gemeinsam mit der britischen Journalistin Sarah Harrison, auch bekannt als enge Vertraute des Whistleblowers Edward Snowden, und anderen Experten wird Shea am Mittwoch (02.07.14) darüber diskutieren, wie in dieser globalen Informationsgesellschaft für Sicherheit gesorgt und Missbrauch verhindert werden kann.

Wegweiser für die Medien

Das Global Media Forum der Deutschen Welle findet bereits zum siebten Mal statt. Erstmals ist der neue DW-Intendant Peter Limbourg Gastgeber des Mediengipfels. "Wir erreichen auf der Welt sehr viele Menschen damit, wir haben spannende Themen und ich glaube, wir sollten stolz sein auf dieses Global Media Forum."

Peter Limbourg, seit 1. Oktober 2013 Intendant der Deutschen Welle

Limbourg: Global Media Forum ein Wegweiser in der Medienlandschaft

Für den Senderchef kann die Veranstaltung mit mehr als 2000 Teilnehmern aus 100 Ländern eine bedeutende Rolle in der Medienlandschaft spielen: "Man kann die Welt nicht damit verändern, aber man kann doch auf wichtige Themen hinweisen, wie in diesem Jahr die Frage, wie man partizipieren kann an dieser digitalen Welt."

Um die Frage, wie Medien im digitalen Zeitalter zur politischen Meinungsbildung beitragen können, geht es im Plenum am Dienstag (01.07.14) bei einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion: Die Kampagnen-Direktorin Emma Ruby-Sachs vom Kampagnen-Netzwerk

avaaz

, die US-Journalistin und Mitbegründerin des Politikmagazins

Democracy Now

Amy Goodman und der UNESCO-Mediendirektor Guy Berger diskutieren mit Matthew Armstrong vom US-Rundfunkdirektorium über die doppelte Rolle des Internets: Einerseits ermöglicht es durch e-Government und Online-Plattformen mehr politische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger. Andererseits wirft es schwerwiegende Fragen zur Sicherheit von Informationen und Informanten sowie zu den Grenzen von Presse- und Meinungsfreiheit auf.

GMF Foto Frank-Walter Steinmeier

Steinmeier: Außenpolitischer Blick auf Digitalisierung und Teilhabe

Im Anschluss an die Podiumsveranstaltung wird Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier das Thema der Konferenz in einem Grundsatzreferat aus Sicht der auswärtigen Politik beleuchten ("Digitalisierung und Teilhabe. Ein außenpolitischer Blick").

Multimedia-Event mit Spaßfaktor

Für alle Interessierten, die nicht nach Bonn kommen können, bietet die Deutsche Welle zahlreiche Möglichkeiten, das Global Media Forum trotzdem zu verfolgen: In mehreren Sondersendungen berichtet DW-TV live, unter anderem am Montag (30.06.14) von der Eröffnung um 11.30 Uhr MESZ sowie ab 17.30 Uhr von der Preisverleihung "The Bobs - Best of Online Activism". Darüber hinaus werden alle Veranstaltungen im Plenarsaal des World Conference Centers als Livestream auf der Internetseite DW.de übertragen. Außerdem berichtet die Deutsche Welle bei Facebook, Twitter und YouTube über die Konferenz.

Die Teilnehmer vor Ort freuen sich bereits auf den traditionellen Ausflug am Dienstagabend, bei dem sie auf einer mehrstündigen Flussfahrt mit einem Rheindampfer die vielen Eindrücke und Impulse der Forumsveranstaltungen weiter vertiefen und austauschen können.

Mahfuza Akter besucht Deutschland GMF 2013

Stimmungsvoller Ausklang für die Teilnehmer bei einer gemeinsamen Fahrt auf dem Rhein

Nachwirkungen erwünscht

Die Vernetzung der Teilnehmer aus aller Welt ist eines der Hauptziele des Global Media Forums. So sei es in den vergangenen Jahren gewesen und so solle es auch in diesem Jahr wieder sein, wünscht sich DW-Intendant Limbourg.

Gerade das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Ansichten macht den Reiz der Konferenz aus. Lebhafte Debatten sind programmiert, wenn der DW-Intendant zum Auftakt am Montag (30.06.14) mit Mathias Döpfner, dem Chef des Springer-Konzerns, Tim Sebastian, dem britischen Moderator und Gastgeber der international anerkannten Diskussionssendungen "Doha Debates" und "New Arab Debates", und dem US-Journalisten Jeff Jarvis, Autor des Bestsellers "Was würde Google tun?", über die Zukunft des Journalismus und die Rolle internationaler Sender diskutieren wird.

Weitere Informationen auf den DW-Seiten im Internet.

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