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Wirtschaft

GM konkretisiert seine Sanierungspläne

Aufatmen in Rüsselsheim: Der Opel-Mutterkonzern General Motors will nun doch keine Stellen im dortigen Entwicklungszentrum abbauen. Die Opel-Mitarbeiter erklären sich bereit, GM bei der Sanierung zu unterstützen.

GM-Europachef, Nick Reilly, (l.), und der Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz (Foto: AP)

GM-Europachef, Nick Reilly (l.), und der Chef des Opel-Betriebsrats, Klaus Franz

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) wird nun doch keine Stellen im Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim abbauen. Das habe Opel-Europachef Nick Reilly der Belegschaft bei einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim mitgeteilt, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Freitag (04.12.2009) in Anwesenheit Reillys. GM sei damit von den ursprünglichen Plänen abgerückt, rund 550 Ingenieursstellen im Internationalen Entwicklungszentrum in Rüsselsheim zu streichen.

Ein Mitarbeiter im Rüsselsheimer Opel-Werk (Foto: dpa)

Arbeiter im Opel-Werk Rüsselsheim

Zur Sanierung des angeschlagenen Tochter-Unternehmens in Europa hält General Motors aber an seinem Plan fest, bis zu 9000 Arbeitsplätze abzubauen. Auf diese Weise soll Opel in Europa in drei Jahren wieder Gewinne einfahren. "Wir verfolgen einen klaren Zukunftsplan, bei dem es darum geht, eine langfristige Perspektive für die Beschäftigten zu schaffen", sagte Reilly laut einer Pressemitteilung. Opel und der britische Autobauer Vauxhall sollten eine stärkere Eigenverantwortung erhalten. Einen detaillierten Plan will das Opel-Management bis Mitte Dezember vorlegen.

Opel-Mitarbeiter leisten auch für GM einen Beitrag

Franz kündigte zudem an, dass die Opel-Mitarbeiter auch für ihren Mutterkonzern GM einen Sparbeitrag von 265 Millionen Euro jährlich zu Sanierung leisten wollen. Ursprünglich war dieser Beitrag der Beschäftigten nur für den Fall einer Übernahme durch den Zulieferer Magna vorgesehen. Wie die deutsche Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" berichtet, hatte General Motors diesen Beitrag der Belegschaft schon fest eingeplant. Der Beitrag solle etwa durch den Wegfall übertariflicher Leistungen geleistet werden, schreibt das Blatt. GM will nach Angaben der Bundesregierung 2,7 Milliarden Euro öffentliche Unterstützung für die Sanierung von Opel, 600 Millionen Euro will der US-Konzern demnach selbst aufbringen.

Im Rahmen der Restrukturierung fasst GM dem "Handelsblatt"-Bericht zufolge eine zügige Schließung des Opel-Werkes im belgischen Antwerpen ins Auge. Dem noch unveröffentlichten Konzept zufolge sei die Schließung für das erste Halbjahr 2010 geplant. Belgien hatte GM bereits Staatshilfen in Aussicht gestellt, wenn das Werk in Antwerpen nicht geschlossen wird.

Autor: Martin Muno (dpa, afp, ap)
Redaktion: Julia Elvers-Guyot

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