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Wirtschaft

GM-Großaktionär Kerkorian begrüßt Gespräche über Autoallianz

Die geplanten Sondierungsgespräche des US-Autokonzerns General Motors (GM) mit den Konkurrenten Renault und Nissan über eine mögliche Allianz sind vom US-Milliardär und GM-Aktionär Kirk Kerkorian als "guter erster Schritt" begrüßt worden. Dagegen befürchtet die amerikanische Automobilarbeitergewerkschaft UAW eine "weitere Erosion guter Arbeitsplätze" falls eine Verbindung der drei Autokonzerne zustande kommen sollte.

Am Freitag (7.7.2006) hatte der Verwaltungsrat des angeschlagenen weltgrößten Autokonzerns Unternehmenschef Rick Wagoner für die Gespräche grünes Licht gegeben. Das Treffen zwischen Wagoner sowie Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn wird voraussichtlich am 14. Juli in den USA stattfinden.

Kerkorian hatte das Management der Opel-Mutter zu diesem Schritt gedrängt, um den angeschlagenen Autobauer aus seiner schwierigen Lage zu bringen. Ihm gehen die Sanierungsbemühungen Wagoners nicht schnell und weit genug. Kerkorian kritisierte indirekt, dass Wagoner mit dem Gespräch beauftragt worden ist. Eine objektive Bewertung "dieser einmaligen Gelegenheit erfordert die Bildung eines Verwaltungsratsausschusses, der unabhängige finanzielle und rechtliche Beratung erhält", erklärte seine Investmentfirma Tracinda nach der GM-Verwaltungsratssitzung am Freitagabend. Kerkorian hält über Tracinda 9,9 Prozent der GM-Aktien.

Mit dem Eingehen auf Gespräche mit der französisch-japanischen Autogruppe Renault/Nissan hat sich der GM-Verwaltungsrat zudem gegen potenzielle Aktionärsklagen abgesichert, die bei einer Ablehnung von Gesprächen möglicherweise gefolgt wären.