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Wirtschaft

Globale Wirtschaft wächst nur langsam

Um drei Prozent wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr wachsen, so die Weltbank. Größte Treiber sind die USA, Großbritannien und viele Entwicklungsländer. Die Eurozone und Japan bremsen weiter.

Die USA und Großbritannien profitieren von der Erholung auf den Arbeitsmärkten und der lockeren Geldpolitik der Notenbanken, im Euroraum und in Japan erholt sich die Wirtschaft nur zögerlich. Das ist das Fazit der Weltbank in ihrem neuen Weltwirtschaftsausblick. Für das laufende Jahr rechnet die Organisation mit einem globalen Wirtschaftswachstum von drei Prozent. Bis 2017 werde sich das Wachstum dann bei 3,3 Prozent einpendeln, so die Prognose.

Ihre Schätzung für das vergangene Jahr musste die Weltbank erneut nach unten korrigieren. 2014 hatte die Weltwirtschaft demnach um 2,6 Prozent zugelegt, zuvor waren die Ökonomen noch von 2,8 Prozent ausgegangen. "Die Risiken dieser langsamen globalen Erholung sind bedeutend", schreiben die Ökonomen. In den Jahren vor der Krise lag das globale Wachstum bei 4,0 Prozent (2006) und 3,7 Prozent (2007).

Appell an die Entwicklungsländer

"Wenn der Euro-Raum oder Japan in eine verlängerte Flaute oder Deflation rutschen, könnte sich der globale Handel noch weiter abschwächen", warnt die Weltbank in ihrem Bericht. Auch in China verlangsame sich das Tempo des Wachstums. Der scharfe Rückgang der Ölpreise seit Mitte 2014 werde der Weltwirtschaft zwar einen Schub verleihen, das Wachstum in den Öl exportierenden Ländern aber zugleich abschwächen.

Hindernisse für Investitionen müssten weltweit abgebaut werden, mahnte Jim Yong Kim. Der Weltbank-Präsident setzt vor allem auf den Privatsektor. Durch ihn könnten hunderte Millionen Menschen aus der Armut befreit werden, so Kim. "In dieser unsicheren Wirtschaftslage müssen Entwicklungsländer ihre Ressourcen vernünftig einsetzen", mahnte Kim und rief die Länder zu Sozialprogrammen für arme Menschen auf. Für das laufende Jahr sagt die Weltbank den Entwicklungsländern ein Wachstum von 4,8 Prozent voraus. 2014 waren es 4,4 Prozent.

hmf/bea (dpa)