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Dick, gemütlich und bedroht: Seekühe auf den Philippinen

Früher tummelten sich Seekühe zu Tausenden vor den Philippinen. Heute überleben sie in eigens eingerichteten Schutzgebieten. Nur hier finden sie genug Seegras und sind vor Bootsschrauben und Fischernetzen sicher.

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Projektziel: Die Einrichtung von Schutzgebieten, einerseits vor der Insel Busuanga (durch die NGO C3), andererseits auf Palawan (durch die NGO Rare)

Projektgröße: C3 hat fünf Mitarbeiter, die den Zustand der Seegraswiesen und das Vorkommen von Seekühen überwachen, außerdem leisten sie Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung, 40 Freiwillige unterstützen sie. Für Rare überwachen Freiwillige die Einhaltung der Fischereiverbote und den Verzicht auf engmaschige Netze.

Projektvolumen: C3 wird von Stiftungen aus Hongkong, Japan und Belgien unterstützt, aber auch von der philippinischen Behörde für Naturschutz mit insgesamt 25.000 Euro pro Jahr. Die maritime Schutzzone vor Caramay/Palawan (Rare) wurde mit Geld aus den USA, Deutschland und der UN eingerichtet.

Seekühe fressen bis zu 25 Kilogramm Seegras am Tag. Wenn der Bauch voll ist, dann dümpeln sie am liebsten im warmen Oberflächenwasser. Doch das kann gefährlich werden. Bootsschrauben schlitzen ihnen den Rücken auf. Oder sie geraten in Netze und schaffen es nicht mehr, zum Luftholen an die Wasseroberfläche zu kommen. Vor allem Jungtiere sind gefährdet. Weltweit sind Seekühe in Gefahr, an den Küsten der Philippinen sind sie fast verschwunden. Doch inzwischen ist nicht nur die Politik aufgewacht. Auch die Bevölkerung ist offen für den Schutz der Tiere, die sie als Teil ihrer Kultur begreifen. So stoßen Nichtregierungsorganisationen wie C3 oder Rare auf offene Ohren, wenn sie für die Einrichtung von Schutzzonen kämpfen. Ein großflächiges Fischereiverbot über Seegraswiesen und festgeschriebene Routen für Boote könnten helfen, die bedrohten Tiere vor dem Aussterben zu bewahren.

Eine Reportage von Kerstin Schweizer

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