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Global Ideas

Im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz

An Brasiliens Ostküste, der Mata Atlântica, wächst der einzigartige Baum Pau-Brasil. Sein Bestand kann nur mit kreativen Ansätzen, gut koordinierten Programmen und Hilfe der lokalen Bevölkerung erhalten werden.

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Projektziel: Der PARNA Pau Brasil hat das Ziel, Ökosysteme und Biodiversität wie auch die Ökosystemleistungen des Nationalparks für die Region zu schützen, zu erhalten und zu fördern und darüber hinaus die Entwicklung von Erholungsaktivitäten, Forschung und Umweltbildung zu ermöglichen.
Projektgröße: Mehr als 19.000 Hektar bieten Lebensraum für mehr als 630 Pflanzen- und 340 Tierarten.
Projektvolumen: Rund 14 Millionen Euro im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI)
Biologische Vielfalt: Die Mata Atlântica, einer der fünf bedeutendsten Biodiversitätshotspots weltweit, ist heute stark bedroht. Nur noch knapp neun Prozent der ursprünglichen Waldfläche sind erhalten. Dennoch bilden sie einen Zufluchtsort für mehr als zehn vom Aussterben bedrohte brasilianische Tierarten, einschließlich Insekten, Fische, größere Säugetiere und Vögel, wie z.B. die Harpyie, dem größten Raubvogel Amerikas.

Die Region entlang der Ostküste Brasiliens ist etwas ganz besonderes: Mit 120 Millionen Einwohnern schlägt hier das Herz der brasilianischen Wirtschaft. Gleichzeitig liegt hier einer der fünf wichtigsten Hotspots der Biodiversität weltweit: der Küstenregenwald Mata Atlantica - oder zumindest, was davon übrig ist. Im Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Wirtschaftswachstum ist es eine große Herausforderung die letzten verbliebenen acht Prozent des Küstenwaldes zu erhalten. Der Nationalpark Pau-Brasil gehört zu diesen letzten schützenswerten Resten. Die Artenvielfalt hier ist enorm: Auf nur einem Hektar Wald wurden fast 500 Baumarten gezählt – das ist Weltrekord. Typisch ist der Baum Pau-Brasil. Sein Holz wurde Jahrhunderte lang zur Gewinnung eines Farbstoffes genutzt, was die Baumart fast ausgerottet hätte. Im Nationalpark Pau-Brasil werden letzte Exemplare geschützt und junge Bäume wieder angepflanzt. Fest steht, dass der Wald nur mithilfe der lokalen Gemeinden erhalten werden kann.

Eine Reportage von Roberto Manhaes Reis

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