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Glaubenssachen

Glaubenssachen

Bruder Lothars einsamer Kampf gegen Kinderhandel

Video ansehen 25:59
Die Meldungen über organisierten Menschenhandel in Afrika häufen sich. In Sierra Leone, einem der ärmsten Länder der Erde, gehen Menschenhändler immer dreister vor: Die Kinder werden armen Eltern unter einem Vorwand abgeschwatzt. Herumstreunende Kinder werden auf offener Straße gekidnappt. Die verschleppten oder verkauften Mädchen enden als Haussklaven, wenn sie nicht zur Prostitution gezwungen werden. Die Jungen erleiden ein Schicksal entweder als Leibeigene auf den Feldern oder als Bergarbeiter in den Minen im Norden des Landes, wo sie nach Gold und Blutdiamanten schürfen müssen. Vor zwei Jahren zog ein junger Ordensmann die Alarmglocke. Lothar Wagner, Salesianerbruder aus Trier, leitet in der Hauptstadt Freetown ein Zentrum für Straßenkinder. Er will den Menschenhändlern das Feld nicht kampflos überlassen. Als er bemerkt, dass etliche seiner Zöglinge spurlos verschwinden, baut er ein Netzwerk von Informanten auf, alarmiert die Öffentlichkeit und richtet an neuralgischen Stellen der Stadt sogenannte Shelter ein - Zufluchtsorte für Kinder. Dafür wird er wiederholt mit dem Tode bedroht. Der Film begleitet ihn, wie er die Spur verschleppter Kinder in den Krankenhäusern aufnimmt, aus denen manche schon als Säuglinge entführt wurden. Wagner sucht sie auf Plantagen und in Fabriken, wo sie als Sklaven arbeiten, spürt sie an geheimen Sammelstellen in der Stadt oder an den Anlageplätzen der Schmuggler im Hafen auf. Er geht in Heime und Gefängnisse und wagt sich selbst in die berüchtigten Diamantenminen im Norden des Landes.