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Glaubenssachen

Glaubenssachen

Sonidos de la tierra - Klänge der Erde

Video ansehen 26:12
Sie leben auf einer der größten Müllhalden Lateinamerikas: Cateura bei Asunción in Paraguay ist Heimat für 5.000 Müllsammler und deren Kinder. Ihr Überleben verdienen sie sich mit Glas, Plastik, Aludosen, Kupferkabeln. Am Rand der Müllgrube eine kleine Betonhütte: drinnen fiedeln Juan und Francisco kratzende Töne, gekonnt und virtuos auf Instrumenten, die sie selbst aus Müll gebaut haben. Die Idee zu diesem Müll-Musik-Recycling kam vom Maestro persönlich: Luis Szarán, Dirigent des Nationalen Philharmonischen Orchesters von Paraguay, auch in Europa und den USA als Gastdirigent kein Unbekannter. Er möchte mit "Sonidos de la tierra" das musikalische Erbe der Jesuiten wieder aufleben lassen und setzt sich mit persönlicher Energie dafür ein. "Wer Mozart spielt, wirft nachts keine Scheiben ein", ist Szaráns prägnantes Motto. In Paraguay spielen inzwischen etwa 12.000 Jugendliche ein Instrument. Die wenigsten allerdings fideln auf Müll-Geigen, meistens lernen sie klassische Violine, Cello oder Klarinette. Mittlerweile hat diese Idee weltweit Schule gemacht. Der Regisseur Detlef Urban hat das Projekt in Paraguay besucht, die Dörfer und Schulen - und die Müllhalde. Anschließend begleitet er Luis Szarán mit einem international besetzten "Sonidos"-Orchester durch Europa.