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Glaubenssachen

Glaubenssachen

Besuch der Toten

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Anfang November eines jeden Jahres wird in Mexiko einer der wichtigsten Feiertage, der Tag der Toten, gefeiert. Die Menschen in Mexiko haben einen ganz anderen Umgang mit dem Tod als die Menschen in westlichen Regionen. Während bei uns westlichen Völkern der Tod zum Schlimmsten und Traurigsten gehört, was einem passieren kann, begegnen ihm die Mexikaner mit ausgelassener Freude. Der "Día de los Muertos" steht ganz im Zeichen die toten Seelen der Verstorbenen zu empfangen, die an diesen Tagen zu ihren Familien zurückkehren. Dabei ist diese mexikanische Tradition ein buntes Volksfest, das in mit Blumen geschmückten Straßen und Häusern begangen wird.

Die deutsche Marion Tavella hat vor Jahren ihren Ehemann verloren und erst in Mexiko wieder Halt gefunden. In einem Waisenhaus arbeitet sie als Kunsttherapeutin. Jedes Jahr bereitet sie mit 500 Waisenkindern den Totentag vor. Wenn die Seelen der Toten zu Besuch kommen werden Gabentische, sogenannte Ofrendas, für sie aufgebaut. Leckere Speisen, das "Pan de Muerto" ein spezielles Totenbrot und kleine Zuckerschädel dürfen darauf nicht fehlen. Die Dekoration, Totenköpfe, Skelette und allerlei andere skurrile Figuren, bastelt sie zusammen mit den Kindern. Wenn die Toten schließlich zu Besuch kommen, wird es erst einmal ganz ernst, um aber im Anschluss gemeinsam ausgelassen zu feiern.