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Fußball

Gladbach verschärft HSV-Krise, Schalke Top

Mönchengladbach hat sich der größten Abstiegssorgen entledigt und die HSV-Krise verschärft. Freiburg holt einen Punkte in Hoffenheim. Und Schalke ist nach dem 28. Spieltag nun Tabellenführer vor Bayern München.

Mönchengladbachs Marcel Meeuwis (l) und der Hamburger Mladen Petric kämpfen um den Ball (Foto: AP)

Der HSV strauchelt auch in Gladbach

Möenchengladbachs Roel Brouwers (l) Und Hamburgs Ruud van Nistelrooy im Kopfballduell (Foto: AP)

Gladbachs Brouwers (links) vor seinem Tor des Tages

Der Hamburger SV hat seine Talfahrt in der Bundesliga fortgesetzt und droht die sicher geglaubte Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb zu verspielen. Nach dem 0:1 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach und nur zwei Siegen aus den vergangenen zehn Spielen gerät auch Trainer Bruno Labbadia unter Druck. Dem Coach droht ein ähnlicher Absturz wie im Vorjahr mit Bayer Leverkusen. Der derzeitige sechste Platz würde dem HSV wegen der Finalteilnahme von Nordrivale Werder Bremen im DFB-Pokal derzeit zwar zur Europa-League-Teilnahme genügen, bei nur noch drei beziehungsweise vier Punkten Vorsprung sitzen den Hamburgern aber der VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt und Meister VfL Wolfsburg bereits im Nacken. "Wir haben keine Laufbereitschaft gezeigt und sind zuwenig in die Tiefe gegangen, dahin, wo es wehtut. Wir müssen uns nun in die Pfliucht nehmen, in erster Linie ich, aber auch die Mannschaft", sagte Labbadia und meinte auf die Frage zu seiner Position: "Darüber mache ich mir weniger Gedanken, das kommt in einer solchen Situation immer so." Die Gladbacher, für die Roel Brouwers in der 43. Minute das Siegtor erzielte, dürften bei elf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. "Wir haben am Limit gespielt und große Leidenschaft und großes Herz gezeigt", sagte Trainer Michael Frontzeck.

Freiburg mit Remis in Hoffenheim

Hoffenheims Andreas Ibertsberger (l) und Freiburgs Torschütze Mohamadou Idrissou (Foto: AP)

Torschütze Idrissou (rechts) ist nicht zu stoppen

Der SC Freiburg hat im badischen Derby einen Punkt geholt und im Abstiegskampf der Bundesliga weiter Boden gut gemacht. Nach dem 1:1 (0:0) bei 1899 Hoffenheim rückten die Breisgauer auf den Relegationsplatz 16 vor. In seinem 100. Bundesliga-Spiel hatte Mohamadou Idrissou den SC in der 64. Minute sogar in Führung gebracht; Josip Simunic glich in der 80. Minute aus und beendete die Faute des Teams von Trainer Ralf Rangnick nach 350 torlosen Minuten. Hoffenheim bleibt mit 34 Punkten Tabellen-Elfter. "Ich bin nicht sehr erfreut, dass wir kurz vor Schluss noch das Tor gekriegt haben", schimpfte Freiburgs Trainer Robin Dutt. Auch Hoffenheims Mittelfeldspieler Tobias Weis äußerte sich enttäuscht:"Der eine Punkt reicht uns nicht, wir wollten heute gewinnen. Zumindest in der zweiten Halbzeit hat die Einstellung dann gestimmt. Nun müssen wir noch drei, vier Punkte holen und die Saison dann abhaken."

Schalke an der Spitze

Rakitic und Rafinha jubeln mit Kuranyi (v.l.) über dessen 0:1 (Foto: dpa)

Rakitic und Rafinha jubeln mit Kuranyi (v.l.) über dessen 0:1

Am Samstag (27.03.2010) hatte der FC Schalke 04 den FC Bayern München als Tabellenführer abgelöst. Die Gelsenkirchener gewannen das Verfolgerduell bei Bayer Leverkusen verdient mit 2:0 (2:0). Mit seinen Saisontoren Nummer 16 und 17 entschied Kevin Kuranyi die Partie für das Team von Trainer Felix Magath. Und der Meistercoach zeigte sich zufrieden: "Es war ein schöner Sieg, ein starker Auftritt." Schalke führt nun die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vor den Bayern an. Leverkusen liegt als Dritter bereits fünf Zähler hinter dem neuen Spitzenreiter zurück.

Bayern Münchens nächster Rückschlag

Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal (Foto: AP)

"Nicht schon wieder", scheint Louis van Gaal zu denken

Eine Woche nach der Niederlage in Frankfurt verlor der FC Bayern auch den Süd-Gipfel gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 (1:1). Drei Tage nach dem 1:0-Erfolg im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Schalke und drei Tage vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Manchester United setzte es die insgesamt vierte Saison-Niederlage und die zweite nacheinander für die Münchner. Deren Trainer Louis van Gaal wirkte nach der Partie schon ein wenig niedergeschlagen: "Wir haben das nicht geschafft, weil es immer schwierig ist gegen eine Mannschaft, die auch verteidigen kann, eine Lösung zu finden. Und vielleicht hat das Spiel gegen Schalke auch Einfluss." Dennoch bedankte sich van Gaal ausdrücklich für die "Mühe", die sich seine Spieler an diesem Tag gemacht hätten. Der VfB feierte damit den ersten Sieg in München seit dem 24. September 1999.

Münchens Pokalfinal-Gegner Werder Bremen dagegen mühte sich zu einem 4:2 (3:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg. Die Hansestädter sind nun seit acht Spielen unbesiegt und mischen weiter mit im Kampf um die internationalen Startplätze. Torsten Frings sah in der 83. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Herthas Hoffnung schwindet immer mehr

Hertha-Coach Friedhelm Funkel (Foto: AP)

Findet Hertha-Coach Funkel noch den Weg aus der Krise?

Hertha BSC kam gegen Borussia Dortmund nicht über ein torloses Remis hinaus. Eine Woche nach dem 5:1-Coup in Wolfsburg gelang den Berlinern im heimischen Olympiastadion kein Treffer. Theofanis Gekas beförderte den Ball zwar über die Linie, doch anerkannt wurde das Tor nicht. Zu Unrecht, wie Hertha-Trainer Friedhelm Funkel meinte: "Das ist ja nicht das erste Mal. Wir haben auch in Bremen ein klares Tor von Gekas nicht bekommen, wofür man sich hinterher bei uns entschuldigt hat, weil es kein Abseits war. Aber da können wir uns nichts für kaufen." Das seien vier Punkte die am Ende möglicherweise fehlten und von daher sei das ganz, ganz bitter, betonte Funkel. Mit dem verpassten "Dreier" wird für den Hauptstadtclub die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Mit nur 19 Zählern bleibt Hertha Schlusslicht.

Der deutsche Meister VfL Wolfsburg gewann beim FSV Mainz 05 mit 2:0 (0:0). Dabei durften sich die Wölfe bei ihrem Torjäger Edin Dzeko bedanken, der mit seinen Saisontreffern 15 und 16 den Auswärtssieg quasi im Alleingang sicherstellte.

Hannover steckt wieder ganz unten drin

Der Kölner Stürmer Zoran Tosic (Foto: dpa)

Mit zwei Treffern schießt der Kölner Tosic die 96er ab

Hannover 96 kassierte eine deutliche 1:4 (0:3)-Heimpleite gegen den 1. FC Köln und zeigte dabei eine desolate Vorstellung. Damit steckt das Team von Trainer Mirko Slomka wieder mitten im Abstiegskampf. Entsprechend frustriert wirkte der 96-Coach: "Wenn man die ganze Woche darauf hinarbeitet auf so ein Spiel und dann so eine Reaktion der Mannschaft auf dem Platz sieht, dann muss man sich natürlich massive Gedanken machen. Es kann ja nicht gehen, dass man die Kölner, bei so einer Chance die Abstiegsplätze zu verlassen, so wie bei den ersten zwei Toren durch unsere Reihen ziehen lässt." Das sei wirklich beängstigend, konstatierte Slomka. Für die Kölner war es der erste Sieg in Hannover seit 22 Jahren. Bei den Gastgebern sah Hanno Balitsch in der 45. Minute die Gelb-Rote Karte.

Autor: Arnulf Boettcher / Calle Kops
Redaktion: Lutz Kulling

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