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Kultur

Glückwunsch zum Nobelpreis, Gerhard Ertl!

In Deutschland ist die Freude über den Chemie-Nobelpreis für Gerhard Ertl groß. Angela Merkel betonte die "wegweisende Arbeit" des Forschers. Deutsche Wissenschaftler würden dadurch insgesamt geehrt. Die Gratulanten:

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Gerhard Ertl

Gerhard Ertl am Telefon

Glückwünsche zum Geburtstag und zum Nobelpreis

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem frisch gebackenen deutschen Chemie-Nobelpreisträger Gerhard Ertl gratuliert. Der Forscher habe wegweisende Arbeit geleistet, sagte Merkel am Mittwoch (10.10.2007) in Berlin. "Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, in beiden Disziplinen, Physik und Chemie, in diesem Jahr einen Nobelpreis zu bekommen", sagte die Regierungschefin. "Die Wissenschaftler in Deutschland werden damit insgesamt geehrt."

Köhler: Grundlagenforschung unverzichtbar

Auch Bundespräsident Horst Köhler gratulierte: "An Ihrem Beispiel zeigt sich einmal mehr, wie unverzichtbar Grundlagenforschung ist: Die Ergebnisse Ihrer wissenschaftlichen Arbeit bilden die Grundlage für eine breite Palette wissenschaftlicher Anwendungen von der Automobilindustrie bis zur Agrarchemie", so Köhler. Der Chemiker habe einen Beitrag ganz "im Sinne Alfred Nobels" geleistet, "das Leben der Menschen zu verbessern". Der Nobelpreis sei Ausweis der wissenschaftlichen Exzellenz Ertls "und wirft zugleich ein helles Licht auf die Max-Planck-Gesellschaft und die Wissenschaft in Deutschland insgesamt".

Katalyse für die Wirtschaft bedeutend

Der Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Dieter Jahn, betonte die Bedeutung von Ertls Erkenntnissen: "Das Gebiet, das Ertl bearbeitet - nämlich die Katalyse - ist eine Schlüsseltechnologie der Chemie." Mehr als 80 Prozent aller Prozesse in der chemischen Industrie seien katalytische Prozesse, erläuterte Jahn. "Daraus ergeben sich auch zahlreiche Anwendungen in der Wirtschaft. Katalysatoren finden sich im Auto, dienen der Luftreinigung und zum Energiesparen."

Stolze Berliner

Besonders in der Hauptstadt ist die Freude groß. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sagte, Berlin könne sich glücklich schätzen, dass mit dieser herausragenden Ehrung auch die exzellente Spitzenforschung der Berliner Wissenschaftslandschaft gewürdigt werde. (vem)

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