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Glückwunsch: Haussa-Programm wird 50

Vor 50 Jahren schloss die DW eine Lücke in ihrem Programm: Mit dem Start der Radio-Sendungen in Haussa hatten Millionen von Westafrikanern Zugang zu unabhängigen Informationen in ihrer Muttersprache.

„Wir haben von Anfang sehr vielfältig berichtet“, erinnert sich Gerhard Manstein, einer der Mitarbeiter der ersten Stunde: „Wir haben viel über Deutschland berichtet, aber auch einen Schwergewicht gelegt auf Nachrichten aus Afrika, weil wir wussten, dass die einheimischen Medien in vielen Gebieten nicht so frei berichten konnten.“

Anfang der 1960er-Jahre waren zahlreiche Länder in Afrika unabhängig geworden. Die Menschen hatten das Bedürfnis nach vertrauenswürdigen Nachrichten und objektiver Berichterstattung aus ihrer Region und der ganzen Welt. Die Haussa-Redaktion hat es sich von Beginn an zum Ziel gesetzt, diesem Bedürfnis zu entsprechen und seinen Hörerinnen und Hörern ein glaubwürdiges, informatives und zuverlässiges Programm zu bieten. Dabei standen die Grundwerte Demokratie und Menschenrechte im Vordergrund.

Eine Bewährungsprobe stand wenige Jahre nach Beginn der Sendungen an: In Nigeria brach 1967 der Bürgerkrieg aus, der sogenannte Biafra-Krieg um die Unabhängigkeit der ölreichen Region im Südosten des Landes. Die vor allem im Norden Nigerias lebenden Haussa-Sprecher verließen sich auch auf die DW, wenn es um Nachrichten aus den Kampfgebieten ging.

Auch danach blieb die DW eine gefragte Informationsquelle. Die wichtigsten Zielländer – Nigeria und Niger, auch Ghana – wurden teilweise bis Ende der 1990er-Jahre von Militärregierungen beherrscht.

Bis heute ist das Haussa-Programm für viele Menschen unverzichtbar. „Ich bin sehr stolz auf die Deutsche Welle, ihre Ideale dienen mir als Leitfaden für meine täglichen Handlungen“, schrieb ein Hörer aus Niger der Redaktion zum Jubiläum. Immer noch ergänzt das Haussa-Programm nationale Medien besonders dort, wo die Pressefreiheit eingeschränkt ist. Die Kurzwelle hat in Nigeria nach wie vor große Bedeutung, denn die Live-Ausstrahlung internationaler Medien über UKW ist verboten.

Im Nachbarland Niger dagegen sorgen zwei Dutzend Partner der DW für eine fast flächendeckende Ausstrahlung des Programms auf UKW. Die Höreranteile liegen hier deshalb noch deutlich höher als in Nigeria. Intendant Peter Limbourg wird sich hiervon Anfang Dezember in der Hauptstadt Niamey selbst überzeugen können. Dann feiert die Haussa-Redaktion dort ihren 50. Geburtstag unter anderem mit einer medienpolitischen Diskussion. Einer der Gastgeber ist Yahouza Sadissou, der erst kürzlich aus der Redaktion in Bonn auf den Sessel des Kommunikationsministers gewechselt ist.

Aus dem klassischen Rundfunkangebot ist heute ein Dialog mit Hörerinnen und Hörern geworden. Sie können sich per SMS oder Facebook schnell zum aktuellen Geschehen äußern und tun dies intensiv. Die 95.000 Facebook-Fans von DW (Haussa) gehören zu den aktivsten innerhalb der DW-Angebote.

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