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Sport

Glücklicher Sieg gegen Russland

Deutschland hält weiter Kurs auf die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Im vermeintlich wichtigsten Qualifikationsspiel setzen sich die Deutschen knapp mit 2:1 gegen Russland durch.

Michael Ballack feiert sein Tor zum 2:0 mit Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose

Michael Ballack feiert sein Tor zum 2:0 mit Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose

Die deutsche Abwehrreihe vor Torwart Rene Adler, der sein Debüt im Nationaltrikot gab, zeigte sich wieder nicht in allen Situationen sattelfest. Schon nach vier Minuten überlief Andrej Arschawin Arne Friedrich und flankte auf Pawel Pogrebnijak, der frei vor Adler vergab.

Lukas Podolski beim Jubellauf

Lukas Podolski beim Jubellauf

Ein Wachmacher für die deutsche Mannschaft, die in der neunten Minute in Führung ging. Miroslav Klose bediente seinen Sturmpartner Lukas Podolski, der mit seinem 1:0 wieder einmal zeigte, wie wohl er sich in der Nationalelf fühlt. "Hier spiele ich von Beginn an, hier habe ich das Vertrauen", sagte er. "Der Trainer hat mir wieder die Chance gegeben, wir haben ein gutes Gespräch gehabt und ich denke, ich habe das mit einem guten Spiel zurück gezahlt."

Beruhigende Führung zur Pause

In der 28. Minute erhöhte Michael Ballack nach schöner Flanke von Bastian Schweinsteiger aus kurzer Distanz auf 2:0. Podolski hätte durch einen Weitschuss noch erhöhen können und auch Russland versuchte es aus der Distanz. Der Schuss von Sergej Ignaschwewitsch sauste einen halben Meter über die Latte. Pausenstand 2:0.

Joachim Löw vor der Bank

Joachim Löw: "Glück in der zweiten Halbzeit"

"In der ersten Halbzeit haben wir wirklich hervorragend kombiniert, weil wir spielerisch gut waren", analysierte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Spiel. "Wir haben Doppelpässe gespielt, waren viel im Abschluss und das war wichtig, um eben auch in keine Konter zu laufen. In der zweiten Halbzeit hatten wir sicher in der Endphase auch ein bisschen Glück. Wir hatten das Spiel nicht mehr so unter Kontrolle, haben auch einige Ballverluste gehabt. Die haben die Russen natürlich ausgenutzt, weil sie spielerisch eine Klassemannschaft sind."

Russen drängen auf den Ausgleich

Nur sechs Minuten nach dem Wechsel gaben die Deutschen die beruhigende Führung aus der Hand. Philipp Lahm sprang ein schon sicher geglaubter Ball vom Fuß, Alexander Anjukow schnappte sich das Leder, gab scharf an Torwart Adler vorbei nach innen und Arschawin konnte aus wenigen Zentimetern abschließen. Nur noch 2:1.

Deutschland begann zu schwimmen, Russland machte weiter Druck. Arschawin hatte mehrere gute Möglichkeiten. Dem Ausgleich am nächsten war er in der 87. Minute als nur der Pfosten für die deutsche Mannschaft rettete. Entlastung für Deutschland brachte in Halbzeit Zwei nur ein Weitschuss an die Querlatte von Piotr Trochowski in der 62. Minute. Am Ende jedoch reichte es für die deutsche Elf.

"Es war insgesamt ein sehr intensives Spiel", sagte Kapitän Michael Ballack. "Die Russen waren natürlich sehr passsicher, sehr spielstark und wir haben in der ersten Halbzeit ein tolles Spiel gemacht, haben zwei schöne Tore gemacht, aber sie haben sich nie aus der Ruhe bringen lassen und haben weiter ruhig nach vorne gespielt und dann auch verdient das Tor gemacht. Bis zum Schluss haben sie auf den Ausgleich gespielt und der wäre sicherlich nicht unverdient gewesen."

Starkes Debüt als Nr.1

Parade René Adler

René Adler hielt die Punkte fest

Besonders zufrieden war nach dem Spiel Debütant Rene Adler, der im Tor eine hervorragende Leistung zeigte und entscheidend mithalf, die drei Punkte zu behalten. "Ich habe versucht, mich jede Sekunde im Spiel auf den Ball zu konzentrieren und darauf fokussiert zu sein", sagte Adler. "Ich habe gar nicht mehr wahrgenommen was da ringsherum passiert. Solche Spiele, die liebe ich einfach, wenn dann wirklich alles auf dein Tor zuläuft und es am Ende nochmal richtig eng wird. Es gibt halt nichts schöneres."

In der Tabelle der WM-Qualifikationsgruppe 4 liegt die deutsche Mannschaft nun mit sieben Punkten einen Zähler vor Wales, das sich mit 2:0 gegen Schlusslicht Liechtenstein durchsetzte. Im dritten Spiel der Gruppe besiegte Finnland Aserbaidschan mit 1:0.

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