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Wirtschaft

Glänzender Start des Euro

Der Euro, Europas neues Bargeld für mehr als 300 Millionen Menschen, ist glänzend gestartet. Die größte Währungsumstellung aller Zeiten in der Neujahrsnacht klappte weitgehend reibungslos.

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Fangfrischer Neujahrsdorsch - mit dem Euro bezahlt!

Millionen von Sizilien bis Lappland feierten auf rauschenden Partys und mit prächtigen Feuerwerken den Aufbruch in die neue Ära. Politiker aus den zwölf Euro-Ländern würdigten den historischen Erfolg auf dem Weg zu einem politisch und wirtschaftlich geeinten Europa. Nur Großbritannien, Schweden und Dänemark stehen zunächst noch abseits. Die Währungshüter sind überzeugt, dass sich der Euro von Mittwoch an auch beim täglichen Einkauf bewährt.

Geldautomat mit Euros

Nach Einschätzung der EU-Kommission meisterten die Beteiligten die beispiellose logistische Herausforderung. "Die Bürger konnten in allen Ländern Euro-Banknoten bekommen", sagte Gerassimos Thomas, Sprecher von EU-Währungskommissar Pedro Solbes am Neujahrstag in Brüssel. "Alles in allem ist die Stimmung gut", sagte der Sprecher. "Die Leute wollen den Euro anfassen und fühlen."

Run auf die Geldautomaten

Geldautomat

Sehr viele Geldautomaten gaben kurz nach Mitternacht bereits Euro-Scheine aus. Zur Einführung des neuen Bargeldes öffneten in Deutschland am Neujahrstag hunderte Bankfilialen ihre Schalter. Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) sollten bis zum Neujahrsabend 90 Prozent der Geldautomaten in Deutschland nur noch Euro-Bargeld ausgeben.

Auch die Bundesbank nannte die Euro-Bargeldeinführung erfolgreich. "Die Umstellung der Geldautomaten und der Konten hat, soweit es uns bekannt ist, problemlos funktioniert", sagte für die Bundesbank Ulrich Brüggemann.

Neue Akzente im Straßenbild

Vielerorts blieb aber in der ersten Nacht des Euro-Bargelds aber noch die D-Mark Trumpf. So akzeptierten Taxifahrer beispielsweise Euro, gaben aber D-Mark als Wechselgeld zurück. "Das kann man nicht anderes erwarten", sagte Brüggemann. So eine Umstellung erfolge nicht auf einen Schlag. Die Bürger könnten sich damit auch durchaus noch Zeit lassen. Der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, sagte am Dienstag, "die gute Vorbereitung des Handels hat sich ausgezahlt".

Benzinpreise in Euro

Der Euro setzte rasch Akzente im Straßenbild: Die neuen Tankstellenpreise mit einer Null vor dem Komma erinnern an die achtziger Jahre, als Benzin noch weniger als ein D-Mark kostete. Doch die jetzt verlangten Euro-Preise liegen im Trend der letzten D-Mark-Beträge: So kostete ein Liter Benzin an einer Hamburger Esso-Tankstelle beispielsweise 0,87 Euro oder zurückgerechnet 1,70 DM, inklusive 3,6 Cent (sieben Pfennig) aus der weiteren Stufe der Öko-Steuer. Sie wurde in der Silvesternacht draufgesattelt, als tausende Stationen auf Eurofähige Computersysteme umgestellt werden mussten. (pg)

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