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Kultur

Gipfel des Theaters in Berlin

Bis zum 19. Mai 2002 läuft in Berlin das 39. Theatertreffen. Zu sehen sind die zehn "bemerkenswertesten Inszenierungen" des deutschsprachigen Theaters dieser Saison.

Sie wurden von einer fünfköpfigen Expertenjury unter rund 200 Arbeiten ausgewählt. Wie fast jedes Jahr wurde die Juryauswahl im Vorfeld des Treffens heftig kritisiert.

Protestveranstaltung im BE

Claus Peymann, Intendant des in diesem Jahr nicht
eingeladenen Berliner Ensembles, sprach von Zensur und initiierte ein "Gegentreffen" an seinem Hause. Dagegen betonte der Intendant der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, einen starken Akzent auf neue Erzählweisen und Ästhetiken zu setzen und damit den Diskurs anzuregen
sei vollkommen berechtigt. Sechs der zehn eingeladenen Regisseure sind erstmals beim Theatertreffen dabei.

Auch Julian Nida-Rümelin und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit stärkten der Jury den Rücken. In Berlin sei "durchaus noch Platz für ein drittes und viertes Treffen", merkte Wowereit scherzhaft an. Nida-Rümlein wertete die Debatte "als ein Zeichen für die Vitalität des Theaters".

Stark vertreten: die Schweizer Theaterszene

Zürich ist insgesamt mit drei Aufführungen vertreten, ein weiterer Schweizer Beitrag kommt aus Basel. Eingeladen wurden auch die Berliner Volksbühne mit zwei Aufführungen, zwei Inszenierungen der Münchner Kammerspiele und je eine Regie-Arbeit aus Hannover und Stuttgart.

Hauptspielort des Theatertreffens ist in diesem Jahr erstmals das Haus der Berliner Festspiele. Die Leistungsschau wird vom Stückemarkt mit Text-Urlesungen begleitet. Ferner stehen das Internationale Forum Junger Bühnenangehöriger sowie verschiedenen Diskussionsrunden und mehrere Preisverleihungen auf dem Programm. Das 1963 als Theaterwettbewerb gegründete Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen hat sich zum bedeutendsten Festival für Sprechtheater entwickelt. (ddp/fro)