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Sport

Gilbert stürmt im Regen zum Sieg

Dauerregen, rutschige Straßen, Stürze: Die 12. Etappe des Giro d'Italia von Imola nach Vicenza war kein Genuss für die Fahrer – außer für Klassikerspezialist Philippe Gilbert.

Rosa Konfetti, rosa Bengalo-Rauch und ein sportliches Feuerwerk auf der Straße: Der Giro d'Italia sorgte auch auf der 12. Etappe wieder für mächtig Spektakel. Wie fast jeden Tag mussten die Profis auch auf diesem Teilstück im Finale wieder einige gifte Steigungen bezwingen, sehr zur Freude der Tifosi, die trotz anhaltendem Regen zahlreich an der Strecke standen. Profil und Wetter waren offenbar aber genau nach dem Geschmack von Klassikerspezialist Philippe Gilbert, der die Etappe souverän gewann.

Gilbert erst enttäuscht, dann jubelnd

Mit einem späten Antritt im finalen Steilstück setzte sich der tempofeste Allrounder von seinen Konkurrenten ab und streckte 190 Kilometern triumphierend seine Arme in den verregneten Nachmittagshimmel von Vicenza. "Schon gestern haben wir hart gearbeitet, aber ich habe es nicht geschafft zu gewinnen", sagte Gilbert, der auf der 11. Etappe Neunter wurde, im Ziel dem Sender Eurosport. "Ich fühlte mich müde, leer und enttäuscht. Ich konnte kaum einschlafen, so sauer war ich. Beim Teammeeting haben wir uns nochmal Mut gemacht und es hat geklappt", freute sich der Belgier.

Giro d'Italia Etappe 12.: Alberto Contador und Fabio Aru (Foto: Getty)

Am Start noch im lockeren Plausch, später dann um Sekunden ringend im Duell: Die Topfavoriten Alberto Contador und Fabio Aru.

Stark zeigte sich im anspruchsvollen Finale auch der spanische Gesamtführende Alberto Contador, der sich an der letzten Rampe hinauf zum Zielstrich drei Sekunden hinter Gilbert den zweiten Platz sicherte. Der Italiener Diego Ulissi wurde Dritter vor dem Deutschen Simon Geschke. Der Giant-Alpecin-Fahrer zeigte erneut eine starke Leistung und schrammte wieder nur knapp an einem Tagessieg vorbei.

Aru zeigt Schwäche

Mitfavorit Fabio Aru, dessen Astana-Team im Finale eine seltsame Taktik zeigte und dem eigenen Teamkollegen Tanel Kangert mit Tempoarbeit verfolgte, kam am Ende des Feldes ins Ziels und wirkte dabei etwas müde. Diese Schwäche hatte Contador offenbar erkannt und am Ende voll durchgezogen. Dank der Zeitgutschrift konnte er seinen Vorsprung ausbauen: Contador führt in der Gesamtwertung nun mit 17 Sekunden vor Fabio Aru und 55 Sekunden vor Arus Helfer Mikel Landa (Spanien) auf Rang drei.

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