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Fußball

Ghana im Finale beim Afrika-Cup

Überschattet von Zuschauer-Ausschreitungen setzt sich Ghana im Halbfinale gegen Gastgeber Äquatorialguinea durch. Im Endspiel des Afrika-Cups fordern die "Black Stars" am Sonntag die Elfenbeinküste.

Der Ghanaer Jordan Ayew erzielt das 1:0 per Foulelfmeter gegen Äqutorialguinea (Foto: EPA/BARRY ALDWORTH)

Der Ghanaer Jordan Ayew erzielt das 1:0 per Foulelfmeter gegen Äquatorialguinea

Nach einem von heftigen Ausschreitungen überschatteten Skandal-Halbfinale steht der Augsburger Bundesliga-Profi Rahman Baba mit der Fußball-Nationalmannschaft Ghanas im Finale des Afrika-Cups. Der viermalige Afrikameister Ghana schaltete im zwischenzeitlich für mehr als 30 Minuten unterbrochenen Chaos-Spiel in Malabo

Gastgeber Äquatorialguinea

mit 3:0 (2:0) aus und kämpft nun am Sonntag (20.00 Uhr MEZ) gegen die Elfenbeinküste mit Hertha-Profi Salomon Kalou um den Titel.

Doch angesichts der dramatischen Szenen zunächst im und später auch außerhalb des Stadions rückte das sportliche Geschehen vollkommen in den Hintergrund. In der 83. Minute unterbrach

Schiedsrichter

Eric Otogo-Castane aus Gabun beim Stand von 3:0 die Partie, nachdem zunächst Zuschauer unentwegt Gegenstände auf das Feld und auf ghanaische Fans geworfen hatten.

Ghanas Fans suchen Schutz

Hunderte Fans aus Ghana suchen im Innenraum des Stadions Schutz vor den Wurfgeschossen der Zuschauer aus Äquatorialguinea (Foto: EPA/BARRY ALDWORTH)

Hunderte Fans aus Ghana bringen sich in Sicherheit

Eine Gruppe Gästefans drang daraufhin nach Schutz suchend in den Innenraum hinter dem Tor Äquatorialguineas ein. Die völlig überforderten Sicherheitskräfte bekamen die Lage nicht in den Griff, zwischenzeitlich flog sogar ein Hubschrauber dicht über der Tribüne, um die Zuschauer von den Rängen zu vertreiben. Erst als die Ghana-Fans von Sicherheitskräften aus dem Innenraum geführt worden waren, konnte der Unparteiische das Spiel nach über einer halben Stunde in einem fast leeren Stadion wieder für drei Minuten Nachspielzeit anpfeifen. Vor den Toren der Arena herrschte Ausnahmezustand, es wurde Tränengas eingesetzt. "Es ist wie in einer Kriegszone", twitterte der ghanaische Verband.

Bevor das Chaos ausbrach, hatte ein Doppelschlag binnen drei Minuten in der ersten Halbzeit die "Black Stars" auf Finalkurs gebracht. Jordan Ayew (42.) verwandelte einen Foulelfmeter, Wakaso Mubarak (45.) schloss einen Konter mustergültig ab. Nach dem Seitenwechsel erhöhte André Ayew (75.), anschließend brach auf den Tribünen das Chaos aus. Die Elfenbeinküste, Afrikameister von 1992, hatte

das erste Halbfinale

am Vortag gegen die Demokratische Republik Kongo mit Bremens Cedrick Makiadi mit 3:1 (2:1) für sich entschieden.

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