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Aktuell Nahost

Gezielter Luftangriff auf militanten Palästinenserführer

Die gezielte Tötung eines palästinensischen Extremistenführers im Gaza-Streifen durch einen isaelischen Luftangriff hat einen blutigen Schlagabtausch ausgelöst. Mindestens zwölf Palästinenser kamen ums Leben.

Weitere 14 Menschen wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsdienstes in Gaza-Stadt verletzt, einige von ihnen schwer. Nach israelischen Angaben feuerten militante Palästinenser im Gegenzug rund 50 Raketen und Granaten Richtung Israel ab. Dabei sei ein Mensch schwer und weitere leicht verletzt worden.

Raketen auf Kommandeur der PRC

Auslöser der neuen Spirale der Gewalt war die Tötung des Kommandeurs der militanten Palästinenserorganisation Volkswiderstandskomitee (PRC), Zuher al Kesi, durch israelische Raketen. Nach Augenzeugenberichten wurde al Kesi von den Raketen getroffen, als er mit seinem Auto im Süden von Gaza-Stadt unterwegs war. Der Extremist habe einen größeren Terroranschlag vom Sinai aus gegen Israel geplant, teilte das israelische Militär mit. Er sei schon an der Planung eines ähnlichen Anschlags auf Autofahrer und Busse im vergangenen August nördlich von Eilat beteiligt gewesen. Damals starben acht Israelis.

Drahtzieher des Schalit-Kidnappings

Im Jahr 2006 sei al Kesi Drahtzieher der Entführung des israelischen Soldaten Gilat Schalit in den Gaza-Streifen gewesen, hieß es von Seiten Israels weiter. Schalit war erst Ende 2011 nach mehr als fünf Jahren Geiselhaft im Austausach gegen mehr als tausend in Israel inhaftierten Palästinenser freigekommen.

Als Vergeltung für die Tötung des PRC-Kommandeurs feuerten mehrere Palästinensergruppen Raketen ab, die zum Teil weit hinter der israelischen Grenze einschlugen. Die Bewohner des betroffenen Gebiets flüchteten in die Schutzräume. Die israelische Luftwaffe reagierte mit weiteren Angriffen. Die meisten der zwölf Toten gehörten zur extremistischen Gruppe "Islamischer Dschihad".

wl/sti I(dpa,rtr,dapd)