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Wirtschaft

Gewinnmitnahmen und Telekom-Verluste belasten den DAX

Die deutschen Aktien haben am Montag leichter tendiert. In den letzten Handelsstunden konnten sie ihre Verluste jedoch verringern. Infineon und andere Technologiewerte litten unter Gewinnmitnahmen.

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T-Aktien drückten auf die Stimmung an der Börse

Der DAX schloß mit 0,4 Prozent im Minus bei 5341 Punkten. Am Neuen Markt gab der Nemax-50-Index ebenfalls 0,4 Prozent ab auf 1074 Zähler.

Händler begründeten die Verluste zum Teil mit Gewinnmitnahmen bei den Technologiewerten. Siemens und SAP gaben jeweils rund ein Prozent ab. Besonders stark verlor die Aktie von Infineon, mit einem Minus von vier Prozent war sie das Schlußlicht im DAX. Händler sagten, die Preise für Speichermodule, wie sie Infineon herstellt, seien in letzter Zeit gestiegen. Davon habe auch die Aktie profitiert, und jetzt nähmen die Anleger ihre Gewinne zum Teil wieder mit. Infineon hatte zudem bekanntgegeben, durch zwei Kooperationen in Taiwan seine Kapazitäten im Speicherchip-Geschäft zu erweitern.

Auch die Schwäche der Telekom-Aktie drückte auf den DAX, hieß es an der Börse. Die Telekom will weiterhin abwarten, bevor sie ihre Mobilfunk-Tochter T-Mobile an die Börse bringen wird. Nach Einschätzung von Telekom-Chef Ron Sommer müsse sich das Börsenumfeld erst deutlich verbessern. Aus dem Börsengang von T-Mobile hat sich die Telekom einen Erlös von zehn Milliarden Euro erhofft, der eigentlich in den Schuldenabbau fließen sollte. Das Unternehmen ist mit rund 60 Milliarden Euro verschuldet. Laut Telekom-Chef Sommer werde der Schuldenabbau dennoch fortgeführt, unter anderem sollen vermehrt Immobilien verkauft werden. Für die Anleger wirkte dies offenbar wenig überzeugend, die Aktien der Telekom gaben um drei Prozent nach.

Der Münchener Autohersteller BMW erfreute die Anleger dagegen mit einem um fast 60 Prozent gesteigerten Ergebnis vor Steuern. Damit hat BMW selbst die hoch gesteckten Erwartungen von Analysten für 2001 noch leicht übertroffen. Auf die Aktie hatte dies keine großen Auswirkungen, sie tendierte nur leicht im Plus. Angesichts des hohen Kursniveaus sei es allerdings kein Wunder, dass die Aktie keine großen Sprünge mehr mache, sagte ein Händler.

Die Unternehmen am Neuen Markt haben laut einer Umfrage der Zeitung "Die Welt" in den vergangenen zwölf Monaten mehr Stellen abgebaut als neue geschaffen. Derzeit beschäftigten die 318 befragten Unternehmen gut 170.000 Mitarbeiter, dies seien über 25.000 weniger als vor Jahresfrist, berichtet die Zeitung in ihrer Montagausgabe. Damit gingen erstmals in der fünfjährigen Geschichte des Marktsegmentes mehr Jobs verloren, als neue entstanden.

Zum Rentenmarkt: Der Bund-Future zog um 0,2 Prozent auf 105,46 Punkte an. Der Rentenmarktindex REX stieg 0,01 Prozent auf 111,49 Zähler. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite unverändert mit 5,03 Prozent fest.

Die Schlußkurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 74,97 -0,03
Allianz 277,00 2,00
BASF 46,60 -0,96
Bayer 38,38 -0,07
Bay. HypoVereinsbank 37,94 0,24
BMW 44,80 0,36
Commerzbank 20,99 0,17
DaimlerChrysler 49,88 0,18
Degussa 34,80 0,85
Deutsche Bank 73,99 -0,08
Deutsche Post 16,32 0,54
Deutsche Telekom 17,17 -0,54
E.ON 57,50 0,28
Epcos 51,24 0,60
Fresenius Medical Care 65,00 1,07
Henkel 69,20 1,00
Infineon Technologies 26,80 -1,14
Linde 55,89 0,52
Lufthansa 19,69 0,27
MAN 29,50 0,45
Metro 39,99 -0,41
MLP 73,65 0,50
Münchener Rück 291,71 -0,84
Preussag 34,99 -0,58
RWE 41,60 0,15
SAP 166,60 -1,40
Schering 65,85 0,38
Siemens 77,27 -0,85
ThyssenKrupp 18,00 0,40
VW 58,10 -0,25

Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro entspricht:

0,8741 US-Dollar
112,52 jap. Yen
0,6153 brit. Pfund

  • Datum 11.03.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1yeJ
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