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Amerika

Gewinner und Verlierer der Änderungen an der US-Gesundheitsreform

Vor der Abstimmung im Kongress hab die US-Demokraten die umstrittene Gesundheitsreform in einigen Punkten verändert - mit milliardenschweren Folgen. DW-WORLD.DE dokumentiert Gewinner und Verlierer der Gesundheitsbranche.

Die Gewinner

Führende Pharmakonzerne
Die Pharmaindustrie hält zu großen Teilen an ihren zugesagten Preisvorteilen und Rabatten in Höhe von 80 Milliarden Dollar fest. Die Steuern, die Unternehmen wie Pfizer oder Merck zur Finanzierung der Reform leisten sollen, werden um ein Jahr nach hinten auf 2011 verschoben. Allerdings steigen sie auf jährlich 2,7 Milliarden Dollar von ursprünglich 2,3 Milliarden Dollar. Diese Mehrkosten können aber durch eine Ausweitung des Versicherungsschutzes und damit verbundenen Neu-Kunden wettgemacht werden.

Medizintechnik-Unternehmen
Die Branche mit Firmen wie Boston Scientific muss erst ab 2013 Abgaben zahlen und nicht wie ursprünglich geplant ab diesem Jahr. Zuvor hatte der Sektor bereits die Halbierung einer Branchensteuer auf 20 Milliarden Dollar erreicht. Anstatt einer branchenweiten Abgabe sieht der Entwurf nun eine Umsatzsteuer von 2,9 Prozent vor. Gewisse Produkte wie Kontaktlinsen sind davon ausgenommen.

Krankenhäuser
Die Krankenhäuser akzeptieren für die kommenden zehn Jahre Einbußen von 155 Milliarden Dollar, die ihnen durch geringere Leistungen der Staatsprogramme Medicare und Medicaid wegfallen. Dafür rechnen sie mit einem stärkeren Zulauf von versicherten Bürgern.

Die Verlierer

Krankenversicherungen
Der Branche mit Unternehmen wie Aetna droht eine schärfere Regulierung. Zudem wird von ihr ein effektiveres Wirtschaften und eine breitere Aufnahme von Versicherungsnehmern gefordert. So sollen von jedem Beitragsdollar mindestens 85 Cent für medizinische Anwendungen ausgegeben werden. Für die Verwaltung und Gewinne blieben damit nur 15 Cent. Die Versicherungen dürften Antragssteller zudem nicht mehr wegen Vorerkrankungen ausschließen.

Generika-Hersteller
Unternehmen, die Nachahmerprodukte von Markenmedikamenten herstellen, bekommen wenig direkte Unterstützung. Allerdings könnten sie von der steigenden Zahl von Versicherungsnehmern profitieren. (rtr/fw)