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Wirtschaft

Gewinne durch Schlussspurt

An der Frankfurter Börse gaben die Kurse im Tagesverlauf auf breiter Front nach. Wegen eines Stimmungsumschwungs in New York änderte der Deutsche Aktienindex am Abend jedoch die Richtung.

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Citibank:
Vor der Übernahme von MLP?

Die US-Konjunkturdaten zur Arbeitsproduktivität waren besser als erwartet ausgefallen, sagten Händler. Der DAX schloss mit 2,2 Prozent im Plus bei 3761 Punkten. Am Neuen Markt verbesserte sich der NEMAX-50-Index um 1,5 Prozent auf 501 Zähler.

Trotz des Stimmungsumschwungs beurteilen viele Analysten die weitere Entwicklung zurückhaltend bis vorsichtig. Als Begründung verwiesen mehrere Banken vor allem auf die hohe Volatilität der Aktienmärkte und das Ausbleiben fundamentaler Nachrichten über einen Konjunkturaufschwung.

Tagesgewinner war auch heute wieder die Aktie von MLP mit einem Plus von 16 Prozent. Zwischenzeitlich wies das Papier sogar ein Plus von über 30 Prozent auf. Für den Heidelberger Finanzdienstleister MLP ging damit eine starke Woche zu Ende. Noch in der Vorwoche war die MLP-Aktie nach einer Gewinnwarnung für 8 Euro verscherbelt worden - zu besten Zeiten hatte die Aktie 167 Euro gekostet. In dieser Woche verzeichnete das Papier fast täglich Wertzuwächse im zweistelligen Prozentbereich und kämpfte sich auf einen Stand von immerhin 17 Euro hoch. Nach Händlerangaben lag dies vor allem am Einstieg großer Fondsgesellschaften, die den MLP-Titel nun für ein Schnäppchen hielten und massiv einkauften. Am Freitag wurde der Kurs zudem von Gerüchten gestärkt, nach denen die amerikanische Citibank MLP übernehmen wolle. Ein MLP-Sprecher sagte, das Unternehmen habe keine Informationen über ein Übernahmeangebot. Die Citibank kommentierte die Spekulationen nicht.

Die Technologiewerte - im Tagesverlauf noch dick im Minus - strebten gegen Handelsschluss der Gewinnzone entgegen. Das Schlusslicht des Tages, EPCOS, begrenzte seine Verluste auf ein Prozent. Marktgerüchten zufolge wird die Deutsche Börse in der kommenden Woche die Zusammensetzung des DAX nicht ändern. Damit würde EPCOS weiter im Index bleiben. Infineon verloren ebenfalls ein Prozent. Dagegen gewann SAP vier Prozent.

BMW ist trotz anhaltender Flaute auf dem Automarkt gut ins zweite Halbjahr gestartet. So wurden im Juli 21 Prozent mehr Autos verkauft. Trotzdem scheint den Analysten der Ausblick nicht ganz zu gefallen. Die Deutsche Bank stufte die BMW-Aktien herunter, und auch heute gab der Kurs wieder nach. BMW-Aktien verloren ein Prozent.

Am Rentenmarkt stand der REX unverändert bei 114,90 Punkten. Der Bund-Future stieg um 0,2 Prozent auf 110,75 Zähler. Die Umlaufrendite wurde bei 4,40 Prozent festgestellt, einen Basispunkt höher als am Vortag.

Die Schlusskurse der 30 DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

adidas-Salomon 76,60 (- 0,90)

Allianz 134,90 (+ 1,80)

BASF 42,95 (+ 0,99)

Bayer 25,47 (+ 1,92)

HypoVereinsbank 21,64 (+ 0,25)

BMW 38,20 (- 0,35)

Commerzbank 10,81 (+ 0,13)

DaimlerChrysler 45,35 (+ 0,79)

Degussa 32,91 (+ 1,31)

Deutsche Bank 61,80 (+ 1,37)

Deutsche Post 10,50 (+ 0,15)

Deutsche Telekom 11,55 (+ 0,18)

E.ON AG 51,60 (+ 1,52)

EPCOS 14,75 (- 0,18)

Fresenius Med. Care 33,30 (+ 0,40)

Henkel 66,60 (+ 2,68)

Infineon Techno 12,36 (- 0,09)

Linde 45,25 (+ 0,65)

Lufthansa 13,34 (+ 0,50)

MAN 19,16 (+ 0,64)

Metro 27,10 (+ 1,24)

MLP 16,52 (+ 2,22)

Münchener Rück 201,30 (+ 3,30)

TUI AG 21,06 (+ 0,41)

RWE 36,45 (+ 1,00)

SAP 77,50 (+ 3,00)

Schering 60,60 (+ 2,55)

Siemens 48,85 (+ 0,30)

ThyssenKrupp 12,80 (+ 0,11)

VW 48,00 (+ 0,80)

Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro kostet: 0,9729 US-Dollar, 117,17 jap. Yen oder 0,6355 brit. Pfund.

  • Datum 09.08.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2XwR
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