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Aktuell Asien

Gewaltsame Proteste gegen Uber in Indonesien

Erneut sorgt der US-Fahrdienstvermittler Uber für Negativschlagzeilen. In Indonesien demonstrierten Taxi- und Rikschafahrer gewaltsam gegen den Service. Die Folge: Ein Verkehrschaos in Jakarta.

Im Zentrum der indonesischen Hauptstadt Jakarta kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Fahrern des Fahrdienstvermittlers Uber, wie örliche Medien berichteten. Taxifahrer hätten zudem Kollegen angegriffen, die sich nicht an den Aktionen beteiligten. Wichtige Straßen der Metropole waren blockeirt, Reifen wurden in Brand gesetzt. Die Taxifahrer versammelten sich mit ihren Autos und Rikschas vor dem Parlament, um den "Stopp illegaler Taxis" zu fordern. Die Proteste führten in der rund zehn Millionen Einwohner zählenden Stadt zu riesigen Staus.

Einige Demonstranten warfen in Jakarta Steine, Reifen wurden in Brand gesteckt (Foto: Reuters)

Einige Demonstranten warfen Steine, Reifen wurden in Brand gesteckt

Rechtliche Grauzone

Wie in vielen Ländern herrscht in Indonesien seit Monaten erheblicher Unmut unter Taxifahrern über die Konkurrenz durch Uber und ähnliche App-basierte Dienste, die Fahrten zu meist günstigeren Preisen anbieten als gewöhnliche Taxis. Uber und andere Dienste bewegen sich in Indonesien bisher in einem rechtlichen Graubereich. Die Regierung diskutiert, wie mit ihnen umgegangen werden soll.

"Ich will, dass sie Uber, GrabCar, Go-Jek schließen, weil sie uns ruinieren", sagte der 58-jährige Taxifahrer Dudin Suhendri, der sich an den Protesten in Jakarta beteiligte. Sein tägliches Einkommen sei wegen der gestiegenen Konkurrenz von umgerechnet 20 Euro auf ein Drittel dessen gesunken. Die Taxifahrer werfen den Konkurrenten vor, keine Steuern zu zahlen und ohne offizielle Genehmigung zu arbeiten.

Indonesien Streik der Taxi Fahrer in Jakarta

Nichts geht mehr: Auf wichtigen Straßen der Metropole kam der Verkehr zum Erliegen

Ministerien uneins über Verbot

"Warum sollten tausende Leute, die keine Steuern zahlen, keine Lizenz haben und sich keinen Kontrollen ihrer Autos unterziehen, frei auf den Straßen verkehren, während wir diese Pflichten erfüllen müssen", fragte der Mitarbeiter der Taxifirma Blue Bird, Yohannis Rorimpandey. Während das Verkehrsministerium ein Verbot von Uber befürwortet, lehnt das Kommunikationsministerium ein Verbot der App ab.

cr/kle (dpa, afp)