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Politik

Gewaltausbruch in Sri Lanka

Beim schwersten Anschlag in Sri Lanka seit der im Jahr 2002 vereinbarten Feuerpause zwischen Tamilen-Rebellen und der Regierung sind dutzende Menschen ums Leben gekommen.

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Die Opfer des Bombenanschlags saßen in diesem Bus

Zu dem Anschlag kam es 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Colombo in einem Gebiet, das von der Regierung kontrolliert wird. Der Sprengsatz traf einen Bus mit Pendlern und Schulkindern. Mehr als 60 Menschen wurden getötet. Weitere 80 Personen wurden verletzt. Die Armee machte die Tamilen-Rebellen der LTTE für den Anschlag verantwortlich. Die Rebellengruppe "Befreiungstiger" von Tamil Eelam (LTTE) wiesen die Verantwortung dagegen paramilitärischen Truppen zu, die nach Überzeugung der Rebellen von der Regierung unterstützt werden. Ähnlichen Dementis haben Experten in der Vergangenheit nur wenig Glauben geschenkt.

Bereits Vergeltungsschlag

Unmittelbar nach dem Anschlag bombardierte die srilankische Luftwaffe die Stadt Mullaittivu, eine Hochburg der LTTE im Rebellengebiet im Nordosten der Insel. Augenzeugen sagten, Stellungen der LTTE seien außerdem mit Artillerie angegriffen worden. Über Opfer bei den Angriffen wurde zunächst nichts bekannt. Der Regierungssprecher sagte, mit dem "brutalen Anschlag" habe die LTTE Spannungen zwischen Tamilen und Singhalesen schüren wollen.

Zunehmende Bürgerkriegsgefahr

Zwischen den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) und der Regierung gilt seit Anfang 2002 ein zunehmend brüchiger Waffenstillstand. Seit Jahresbeginn wurden mehr als 700 Menschen getötet. Die Friedensgespräche liegen auf Eis. Die norwegischen Vermittler haben die Konfliktparteien aufgefordert, sich zu der Feuerpause zu bekennen. Die Regierung hat dies bereits zugesagt, die Rebellen haben noch nicht geantwortet. Diplomaten zufolge zeigen beide Seiten bei den Gesprächen zu geringe Flexibilität. Sie befürchten einen Rückfall des Landes in den Bürgerkrieg, in dem in den 1980 und 1990er-Jahren mehr als 64.000 Menschen gestorben sind. (kas)

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