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Top-Thema – Podcast

Gewalt in deutschen Städten

In vielen deutschen Städten nimmt die Gewalt zu. Vor allem Jugendliche werden zu Tätern. Oft sind es junge Männer mit Migrationshintergrund oder Rechtsradikale. Die Polizei sucht nach Lösungen.‎

Messerstechereien, Drogengeschäfte, Erpressungen von Schulkindern, Angriffe auf Rentner – die Liste der Vergehen ist lang. Die Liste der Täter ist wesentlich kürzer. Oft sind es "alte Bekannte" für die Polizisten. Viele der Jugendlichen sind bereits Mehrfachtäter. Auch die Orte der Gewaltexzesse sind meist dieselben. In manchen Stadtteilen von Hamburg, Berlin, Mannheim, Hannover oder Köln hält man sich sogar tagsüber besser nicht alleine auf.

Polizisten, die von Bürgern um Hilfe gebeten werden, trauen sich in viele Stadtteile nur noch mit personeller Verstärkung. Polizisten werden bei Razzien, Schlägereien oder nach Überfällen angegriffen und verhöhnt. Eine Untersuchung in Hannover hat ergeben, dass die Gewalt oft von Menschen mit Migrationshintergrund oder von rechtsradikalen Deutschen ausgeht.

Um die Situation zu verbessern, sollen mehr Polizisten mit persönlichem Migrationshintergrund eingestellt werden. Von ihnen wird erwartet, dass sie die Sprache der Menschen in den schwierigen Stadtteilen sprechen – und zwar in jeder Hinsicht. Hierfür benötigt die Polizei allerdings mehr finanzielle Unterstützung vom Staat. Außerdem sollen Polizisten und Sozialarbeiter enger zusammenarbeiten und mehr Ganztagsschulen eingerichtet werden. Bei der Polizei ist man sich einig: "Die Gettoisierung muss ein Ende haben."

Glossar

Mensch mit Migrationshintergrund, der – eine Person, die/deren Familie nach 1950 nach Deutschland gekommen ist

Rechtsradikale, der/die – eine nationalistische, ausländerfeindliche Person (Adjektiv: rechtsradikal)

Messerstecherei, die – die Situation, in der sich Personen mit Messern angreifen

Erpressung, die – die Situation, in der jemand durch Drohungen unter Druck gesetzt wird

Angriff, der – hier: eine gewalttätige Aktion

Rentner/in, der/die – jemand, der nicht mehr arbeiten muss, weil er schon sehr alt ist

Mehrfachtäter/in, der/die – jemand, der mehr als ein- oder zweimal etwas Verbotenes getan hat

Gewaltexzess, der – ein Ereignis, bei dem es sehr viel Gewalt gibt

personelle Verstärkung, die – die Unterstützung durch mehr Kollegen

Razzia, die – die Aktion, bei der die Polizei mögliche Täter mit einer plötzlichen Untersuchung überrascht

Schlägerei, die – eine Situation, in der sich viele Menschen gegenseitig schlagen

jemanden verhöhnen – jemandem mit Spott begegnen; jemanden nicht ernst nehmen

etwas geht von jemandem aus – jemand macht etwas

in jeder Hinsicht – in Bezug auf alles; hier: auch in Bezug auf kulturelle Herkunft und Erfahrungen

man ist sich einig – alle sind der gleichen Meinung

Gettoisierung, die – hier: die Tatsache, dass es in einem Stadtteil immer mehr Armut und Kriminalität gibt

etwas muss ein Ende haben – etwas muss aufhören

Fragen zum Text

1. Welche Aussage steht im Text?

a) Es gibt genauso viele Täter wie Vergehen.

b) Es gibt mehr Täter als Vergehen.

c) Es gibt mehr Vergehen als Täter.

2. Viele Täter sind …

a) selbst Polizisten oder Sozialarbeiter.

b) Personen mit Migrationshintergrund oder Rechtsradikale.

c) Schulkinder oder Rentner.

3. Welche Lösung hat die Polizei nicht vorgeschlagen?

a) Die Polizisten sollen zusammen mit Sozialarbeitern etwas gegen die Gewalt tun.

b) Es soll mehr Polizisten geben, die selbst einen Migrationshintergrund haben.

c) Jugendliche Mehrfachtäter sollen für lange Zeit eingesperrt werden.

4. Bei ihrer Arbeit werden Polizisten oft von den Tätern …

a) verstärkt.

b) verhöhnt.

c) verurteilt.

5. Um mehr Polizisten mit Migrationshintergrund … , braucht die Polizei mehr Geld.

a) einstellen

b) zu einstellen

c) einzustellen

Arbeitsauftrag

Der Begriff "Gewaltprävention" bezeichnet Maßnahmen, die die Entstehung von Gewalt verhindern sollen. Googeln Sie den Begriff und schauen Sie sich einige Internetseiten zu diesem Thema an. Stellen Sie drei Vorschläge zur Gewaltprävention vor, die Sie besonders geeignet finden.

Autoren: Wolfgang Dick/Anne Gassen

Redaktion: Ingo Pickel

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